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Lokales Leipziger Suchtbericht 2017: Alkohol bleibt größtes Problem
Leipzig Lokales Leipziger Suchtbericht 2017: Alkohol bleibt größtes Problem
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22:29 19.10.2017
Leipzigs aktueller Suchtbericht zeigt, dass Alkohol noch immer das größte Problem ist. (Symbolbild) Quelle: dpa
Leipzig

Alkohol, Medikamente und illegale Drogen bleiben in Leipzig das Hauptproblem unter den Süchten, erklärt das Gesundheitsamt Leipzig in seinem aktuellen Suchtbericht. Demnach bilden mit mehr als 1800 Betroffenen die Alkoholabhängigen unverändert den größten Anteil unter den Klienten in den Beratungsstellen. Auch bei den illegalen Drogen ist die Anzahl der Betroffenen mit 750 im Vergleich zum Vorjahr mit 658 auf gleichbleibend hohem Niveau. Die Zahl der Heroinabhängigen stieg sogar leicht von 606 auf 637 Personen.

„Der Konsum von Alkohol ist allgegenwärtig. Die damit einhergehenden Risiken werden viel zu oft verharmlost“, so Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). „Wir wissen, je früher Kinder und Jugendliche beginnen, Alkohol zu trinken, desto größer ist die Gefahr, dass sie sich daran gewöhnen und die Gefahren von Missbrauch und Abhängigkeit nehmen zu.“ Alkoholprävention müsse daher in den Schulen und Freizeitangeboten der Kinder und Jugendlichen ansetzen. Zudem hätten Erwachsene eine Vorbildrolle, der sie gerecht werden müssen.

Neben vielen Erwachsenen auch Jugendliche betroffen

In den sieben Leipziger Suchtberatungs- und Behandlungsstellen wurden im vergangenen Jahr mit insgesamt 4258 Betroffenen etwa genauso viele Hilfesuchende betreut wie im Zeitraum zuvor. Hinzu kommen die 311 jungen Menschen unter 25 Jahren, die die Jugenddrogenberatungsstelle des Diakonischen Werkes zählte. Hier suchten vor allem junge Menschen mit extrem hohem Cannabis-Konsum nach Hilfe. Aber auch Jugendliche mit übermäßigem Medienkonsum gelangten in die Anlaufstelle, für die vor allem Handyspiele einen problematisch hohen Stellenwert hatten. Teilweise seien hier ohne das Wissen der Eltern immense Geldsummen für die Spiele investiert worden.

Um der gleichbleibend hohen Zahl Süchtiger zu begegnen, hat die Stadt laut Suchtbericht neben ihrem Suchthilfesystem verschiedene Projekte zur Suchtprävention für Kinder und Jugendliche initiiert. Dazu zählte auch der Präventionsfilm „‘…die Party ist dann vorbei‘ Sucht und Crystal – Berichte, Fragen und Antworten“, der etwa an Schulen als Einstieg in die Auseinandersetzung mit der Drogenproblematik dienen kann.

Der Leipziger Suchtbericht 2017 ist hier verfügbar.

vm

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