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Lokales Leipziger Tiernothilfe: Leinenzwang für Hunde schützt vor Giftköder-Gefahr
Leipzig Lokales Leipziger Tiernothilfe: Leinenzwang für Hunde schützt vor Giftköder-Gefahr
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15:54 17.07.2015
Nikos Klemm hält den Leinenzwang für seine Hündin Betty für eine sinnvolle Sache, um Giftködern aus dem Weg zu gehen. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Der Verein Tiernothilfe Leipzig sieht in der von den Behörden verordneten Leinenpflicht für Hunde einen Schutz vor einer möglichen Gefahr durch vergiftete Köder.

Neben dem Tipp, Hunden Maulkörbe anzulegen, rät die Vorsitzende des Tierschutzvereins Katrin Thiemicke: „Schützen können sich Hundehalter über die Anleinpflicht.“ So ließe sich vermeiden, dass die Tiere in einem unbeobachteten Augenblick präparierte Köder verschlucken. Hundehalter Nikos Klemm sieht das genauso: „Wer seinen Hund am Dogscooter führt, muss sich nicht so viele Gedanken über vergiftete Köder machen“, meint der Besitzer von Hündin Betty.

Tatsächlich ist die Pflicht, Hunde an die Leine zu nehmen, in Leipzig streng reglementiert. Laut Stadtverwaltung müssen Hunde auf allen öffentlichen Wegen und Plätzen angeleint sein. Davon ausgenommen sind die insgesamt 46 Hundewiesen und Freilaufflächen im Stadtgebiet.

Wer sich nicht daran hält und bei Kontrollen durch das Ordnungsamt erwischt wird, muss zum Teil tief in die Tasche greifen. Bis zu 1000 Euro Bußgeld können bei Verstoß gegen den Leinenzwang drohen. Auch wer die Exkremente seines besten Freundes liegen lässt oder Tüten für das Einsammeln „vergisst“, wird von der Stadt mit 25 Euro beziehungsweise 15 Euro zur Kasse gebeten.

Nach Angaben des Ordnungsamts sind derzeit knapp 16.300 Hunde in Leipzig registriert. Durch Kontrollen sei aber bekannt, dass nicht alle Hunde angemeldet sind. Zudem sind nach Informationen von LVZ-Online bisher weder beim Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt der Stadt noch bei der Polizei Anzeigen wegen angeblichen Vergiftungen eingegangen.

Die Leipziger Tiernothilfe scheint dagegen eine der ersten Anlaufstellen für Hundehalter zu sein, wenn es um giftige Köder geht. „Uns informieren die Leute schon“, sagt Katrin Thiemicke und pocht darauf: „Ich rate Betroffenen, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Sonst passiert nichts.“ Erst nach einer Anzeige würden mehr Streifen eingesetzt. „Ob es sich um Vergiftungen handelt, können aber nur Tierärzte entscheiden“, betont die Tiernothilfe-Chefin.

Haben Hunde Gift gefressen, kann es mit dem Besuch beim Tierarzt allerdings schon zu spät sein – wie bei Beagle „Jake“. „Das beste ist, wenn man die Tiere so trainiert, dass sie nichts fressen“, empfiehlt Katrin Thiemicke.

Felix Kretz

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