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Leipziger Uni-Blutbank zieht um

Leipziger Uni-Blutbank zieht um

Die Uni-Blutbank packt ein: Nach mehr als 50 Jahren wird der Hauptstandort Eutritzsch, auf dem Gelände des Klinikums St. Georg, aufgegeben. "Wir sind zum Glück nicht der Flughafen Berlin-Schönefeld oder der City-Tunnel Leipzig", sagt Professor Gert Matthes.

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Das neue Haus.

"Wir liegen voll im Zeit- und Kostenplan. Am 5. August erwarten wir im neuen Domizil den ersten Spender", so der Leiter des Institutes für Transfusionsmedizin, wie die Blutbank korrekt heißt.

Matthes' blütenweißer Kittel ist an den Rändern jetzt öfter mal staubverschmutzt - er packt bereits, je nach Zeitlage, im Eutritzscher Büro seine Aktenberge ein. Der rund 7,8 Millionen Euro teure Um- und Ausbau des neuen Objektes, in der früheren Medizinischen Klinik Johannisallee 32, wird Anfang Juni beendet sein. Dann stehen unter anderem noch penibelste Reinigungsarbeiten an. Und zig Prüfungen vielfältigster Behörden, wie es hiesige Gesetze nunmal für die Gesundheitsbranche vorschreiben.

"Wir kehren übrigens zu unseren Wurzeln zurück", wirft Matthes ein. Denn im alten neuen Haus, 1928 erbaut, erlebte die erste deutsche Blutspenderkartei ihre Geburtsstunde; war 1933 deutschlandweit der erste Blutspendeaufruf an die Bevölkerung ergangen; hatte Leipzigs Transfusionsmedizin ihren Ausgangspunkt. Jener Gebäudeteil des einstigen Krankenhauses St. Jacob war jedoch im Zweiten Weltkrieg bombardiert worden, interimsmäßig wurde dann in der Philipp-Rosenthal-Straße weitergemacht. Bis die Uni-Transfusionsmedizin 1962 im St.-Georg-Gelände einen Neubau bekam.

Vor allem sieht Matthes im jetzigen Umzug Vorteile. "Wir können zentralisieren. Die bislang acht Kilometer voneinander entfernten Institutsteile Nord und Mitte - Letzterer aktuell noch in der Philipp-Rosenthal-Straße 27c befindlich - werden eins, was künftig die Blutkonservenversorgung des Uni-Klinikums vereinfacht." Kommen Spender zum Aderlass, kann ihr lebensrettender Saft flugs aufgearbeitet und, nach der Freigabe, quasi zwei Minuten später schon nebenan einem Patienten zugute kommen.

Von den insgesamt 23 000 Freiwilligen, die Leipzigs Uni-Blutbank in all ihren Abnahmestellen die Treue halten, kamen bislang allein 9000 in die von "Nord" im Georg. "Gerade für jene aus diesem Umkreis wollen wir Wege nun aber nicht künstlich verlängern", erklärt Blutbank-Sprecherin Anja Grießer. "Wir richten im Eutritzsch-Zentrum eine kleine Abnahmestelle ein, die ab 29. Juli öffnen soll." Und auch erst, wenn im August in der Johannisallee die Sache mit dem Blutzapfen läuft, werde die Rosenthalstraße schließen.

"Das neue Gebäude wird richtig schön", finden Matthes und Grießer. Aus dem Hörsaal der mittlerweile denkmalgeschützten Ex-Klinik entstanden zwei Geschosse, die über ein rundes offenes Oberlicht verbunden sind. Im Erdgeschoss befindet sich ein um etliche Entnahmeplätze vergrößerter Vollblutspendebereich, im ersten Stock der für Plasma- und Thrombozytenspenden. Und eines scheint Matthes auch sehr zu freuen, denn er strahlt nahezu, als er von "hochmodernen Tiefkühlzellen" für seine Blutprodukte erzählt, die sich ebenso "über zwei Etagen erstrecken". "Eine - sehr notwendige - Kapazitätserweiterung" sei damit drin. An Werktagen soll dann von früh bis abends durchgängig in der Johannisallee geöffnet sein. "Wir haben 30 zusätzliche Parkplätze im Uni-Klinikum erhalten", betont der Institutschef.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.05.2013

Raulien, Angelika

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