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Leipziger Uni-Klinikum: Gewerkschaft kündigt für Donnerstag Warnstreik von 6 bis 21 Uhr an

Keine Ende des Tarifstreits in Sicht / Verdi mobilisiert Leipziger Uni-Klinikum: Gewerkschaft kündigt für Donnerstag Warnstreik von 6 bis 21 Uhr an

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag einen weiteren Warnstreik am Leipziger Uni-Klinikum angekündigt. Sie fordert eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent für die Beschäftigten des nichtärztlichen Bereiches.

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag einen weiteren Streik am Uni-Kklinikum angekündigt. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Beim Tarifstreit am Leipziger Uni-Klinikum (UKL) weitet die Gewerkschaft Verdi den Arbeitskampf aus. Nachdem am 8. März bereits eine fast vierstündige Streikaktion diverse UKL-Bereiche lahmgelegt hatte,  folgt am Donnerstag ein Warnstreik von 6 bis 21 Uhr. Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper sagte, der UKL-Leitung sei eine Vereinbarung zur Absicherung der Notversorgung angeboten worden. Die Gewerkschaft fordert bei den laufenden Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent für die rund 3300 Beschäftigen des nichtärztlichen Bereiches und 100 Euro monatlich mehr für die Auszubildenden in der Krankenpflege. Aus Sicht der UKL-Führung ist das wirtschaftlich nicht verkraftbar.

Der erste Warnstreik war angesetzt worden, nachdem zwei Verhandlungsrunden gescheitert waren. UKL-Vorstandssprecher Professor Wolfgang Fleig erklärte damals, er gehe davon aus, dass im Interesse von Patienten und Personal nunmehr schnell eine konstruktive Lösung gefunden werde. Am 15. März kamen die Tarifparteien  wieder zusammen – und gingen ohne Einigung auseinander. Nach Angaben von Pieper sei das vom UKL gemachte Angebot für Verdi „nicht verhandelbar“ gewesen. Beinhaltet habe es einen Lohnzuwachs ab Juni 2017 um zwei Prozent und ab Dezember um ein weiteres Prozent. Ab Juli 2018 habe der Arbeitgeber eine Steigerung des Entgeltes um weitere zwei Prozent in Aussicht gestellt.  Azubis sollten der Offerte zufolge monatlich 30 Euro mehr  bekommen. Der letzte über zwei Jahre abgeschlossene Tarifvertrag war Ende 2016 ausgelaufen. Stufenweise wurden dabei die Gehälter um rund neun Prozent angehoben.
Nach zwei Jahren mit Millionenverlusten war das UKL 2015 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt und erzielte ein Plus von zwei Millionen Euro. Die Bilanz für 2016 liegt noch nicht vor, soll aber zumindest leicht positiv sein.

Von Mario Beck         

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