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Leipziger Uni-Klinikum auf Wachstumskurs – 2016 rund drei Millionen Euro Gewinn

Bilanzvorstellung der Hochschulmedizin Leipziger Uni-Klinikum auf Wachstumskurs – 2016 rund drei Millionen Euro Gewinn

Nach der wirtschaftlichen Durststrecke 2013/2014 und der 2015 wieder geschafften Trendwende hinein in die schwarzen Zahlen hat das Leipziger Uni-Klinikum (UKL) das letzte Jahr mit einem Plus von 3,1 Millionen Euro (2015: 1,9 Millionen Euro) abgeschlossen.

Sie bilanzierten das Jahr 2016 der Leipziger Hochschulmedizin: Die Vorstände des Uni-Klinikums (UKL) Wolfgang Fleig und Marya Verdel, Fakultätsdekan Michael Stumvoll und UKL-Aufsichtsratschef Knut Löschke (von links).

Quelle: Christian Modla

LEIPZIG. Nach der wirtschaftlichen Durststrecke 2013/2014 und der 2015 wieder geschafften Trendwende hinein in die schwarzen Zahlen hat das Leipziger Uni-Klinikum (UKL) das letzte Jahr mit einem Plus von 3,1 Millionen Euro (2015: 1,9 Millionen Euro) abgeschlossen. Aufsichtsratschef Professor Knut Lösche sagte am Montag bei der Bilanzvorstellung, angesichts der durchaus schwierigen Rahmenbedingungen sei ein „tolles Ergebnis“ erzielt worden – „dank des Engagements aller Mitarbeiter“. Nachhaltige Liquidität sei eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Einrichtung der medizinischen Maximalversorgung.

Nicht nur beim Jahresüberschuss legte das UKL zu. „Wir können bei vielen wichtigen Leistungskennziffern Steigerungen verbuchen“, erklärte Marya Verdel, die im Vorstand für den kaufmännischen Bereich zuständig ist. Beim Gesamterlös wurde erstmals die Marke von 400 Millionen Euro überschritten, die Zahl der vollstationär behandelten Fälle stieg leicht auf 53200, die im ambulanten Sektor auf 352500. Allerdings ist der Bereich der Hochschulambulanzen aufgrund der längst nicht kostendeckenden Vergütung bei den dortigen Behandlungen defizitär. Zwar gibt es schon seit längerem auf Bundesebene eine gesetzliche Regelung, mit der die Ambulanzen finanziell besser gestellt werden sollen. „Aber in Sachsen sind die Verhandlungen darüber leider noch nicht zum Abschluss gekommen“, merkte Vorstandssprecher Professor Wolfgang Fleig an. Er bekleidet diese Funktion und die des medizinischen Vorstandes seit 2005. Verdel hat ihren Posten seit Anfang 2015 inne.

Obwohl am UKL in den letzten zwei Jahren teils erhebliche Tarifsteigerungen zu verzeichnen waren, hatte das keinen Personalabbau zur Folge. Im Gegenteil: Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren 3999 Mitarbeiter beschäftigt und damit etwa 160 mehr als noch 2014. „Wir stehen im Wettbewerb um Fachkräfte und sind ein attraktiver Arbeitgeber“, meinte Verdel. Das zeige sich auch in den Berufungen von Professoren im Zuge eines Generationswechsels, sagte Fleig und verwies auf eine Reihe von Spitzenkräften, die in letzter Zeit schon gewonnen werden konnten oder demnächst am UKL einsteigen wie der renommierte Kardiologe Ulrich Laufs oder die erfahrende Gynäkologin Bahriye Aktas. Fleig: „Personell, strukturell und baulich sind wir auf einem sehr guten Weg.“ Er erinnerte an die erfolgreiche Zertifizierung diverser UKL-Einrichtungen und listete laufende Infrastruktur-Projekte auf. Demnächst werde der mit modernster Technik bestückte Erweiterungsbau für das gefäßmedizinische Zentrum bezugsfertig, in das 7,7 Millionen Euro investiert werden. 2018 stehe die Einweihung vom sogenannten Haus 7 an. Der 58 Millionen Euro kostende Klinikkomplex an der Liebigstraße ist vor allem für das Tumorzentrum und die Kindermedizin bestimmt. Rund fünf Millionen Euro sollen bald in die Aufstockung der Notfallaufnahme fließen.

Für die seit 2016 auf neuer vertraglicher Grundlage mit dem UKL verzahnte medizinische Fakultät (3115 Studenten, 1432 Mitarbeiter) stehen derzeit die Gestaltung eines innovativen Pharmaziestudienganges und die weitere Formierung des medizindidaktischen Zentrums ganz oben auf der Prioritätenliste. In diesem Jahr werde auch das neue Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung in Gang kommen, kündigte Dekan Professor Michael Stumvoll an, der ebenso wie Fleig die Ergebnisse der Begutachtung der Leipziger Hochschulmedizin durch den Wissenschaftsrat mit Spannung erwartet. Voraussichtlich im November sollen sie als Stärken-Schwächen-Analyse vorliegen – samt Empfehlungen für Entwicklungsmöglichkeiten

Von MARIO BECK

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