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Leipziger Uni-Klinikum bekommt baulichen Zuwachs für 58 Millionen Euro

Grundsteinlegung im Medizin-Viertel Leipziger Uni-Klinikum bekommt baulichen Zuwachs für 58 Millionen Euro

An der Liebigstraße ist am Freitag der Grundstein für die sogenannte Osterweiterung des Leipziger Uni-Klinikums gelegt worden. Bis 2018 entsteht das Haus 7 für rund 58 Millionen Euro und einer Nutzfläche von 10 000 Quadratmetern vor allem für die Krebsmedizin.

 Per Kran schwebt der Grundstein in die Baugrube für den neuen Klinik-Komplex.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Zwei alte Gebäude mussten im medizinischen Viertel an der Liebigstraße weichen, um Platz für Neues zu schaffen: Erst wurde das ausgediente Betten-Hochhaus Platte für Platte abgetragen, dann verschwand das ehemalige Hygiene-Institut von der Bildfläche. Damit war das Feld für die sogenannte Osterweiterung des Leipziger Universitätsklinikums (UKL) frei. Am Freitag wurde dafür der Grundstein gelegt. Besser gesagt, er schwebte ein. Ein Kran bugsierte das Grundstein-Mauerwerk präzise an seinen Bestimmungsort in der Baugrube.

Bis 2018 entsteht auf dem Terrain zwischen dem Zentrum für Frauen- und Kindermedizin und dem Pathologie-Institut der neue Klinik-Komplex für rund 58 Millionen Euro. Errichtet wird er nach einem Entwurf der Planungsgesellschaft Wörner, Traxler und Richter aus Dresden und fügt sich harmonisch in die Architektur des Gesundheitsboulevards ein.

Am Freitag wurde der Grundstein für ein neues Gebäude des Leipziger Universitätsklinikums gelegt.

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UKL-Vorstandssprecher Professor Wolfgang Fleig sagte, der Neubau werde dringend benötigt. Die Möglichkeiten zur räumlichen Optimierung seien in den letzten Jahren am Klinikum ausgeschöpft worden. Nach der UKL-Nomenklatur wird das nun wachsende Gebäude schlicht als Haus 7 bezeichnet.

Versehen mit rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche wird es künftig vor allem ein modernes Domizil für die Krebsmedizin sein. Unter einem Dach vereint werden die Portalambulanz des universitären Tumorzentrums inklusive onkologischer Tagesklinik, eine kinderonkologische Ambulanz und das Brustzentrum. Aber auch der Kinder- und Jugendmedizin sind große Flächen im Haus 7 vorbehalten. Insgesamt wird es über 140 Betten zur stationären Patientenversorgung verfügen und mit einer Cafeteria sowie Räumen für Lehre und Forschung ausgestattet.

In den letzten Monaten war das Bett für das Großprojekt bereitet worden. Mit schwerer Technik wurde die voluminöse Baugrube ausgehoben, an deren Rand nun die Zeremonie der Grundsteinlegung über die Bühne ging. Eigentlich wollte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) dabei sein, steckte aber im Stau und ließ sich kurzfristig von Justizminister und Parteifreund Sebastian Gemkow vertreten.

Gemeinsam mit Fleig sowie der kaufmännischen UKL-Geschäftsführerin Marya Verdel und dem Medizin-Dekan Professor Michael Stumvoll schritt Gemkow zur Tat. Die Mörtelkellen wurden geschwungen, die obligatorischen Hammerschläge gesetzt und eine Schatulle mit der aktuellen LVZ-Ausgabe, dem Patientenmagazin, einigen Münzen, einer Urkunde und dem Bauplan im Grundstein versenkt. „Vielleicht ist das irgendwann mal ein Schatz für Archäologen“, scherzte Fleig.

Im Grußwort hatte Gemkow vorher das Uni-Klinikum als einen wichtigen „Knotenpunkt der Spitzenmedizin“ im Netzwerk der Gesundheitsversorgung in Sachsen bezeichnet. Mit der Finanzierung des Neubaus sorge der Freistaat dafür, dass der medizinische Fortschritt neuen Raum erhalte. Er wünsche sich, dass der Bau zum geplante Termin fertig und das Budget nicht überschritten werde. „Das haben wir bei allen bisherigen baulichen Großprojekten geschafft“, so Fleig. 2012 war am anderen Ende des medizinischen Viertels die neue Zahnklinik eingeweiht worden.

Nunmehr wächst nicht nur das neue Haus 7 an der Liebigstraße. Direkt gegenüber wird aus der ehemaligen maroden Mensa ein attraktives Gebäude, in dem perspektivisch Speiseversorgung, Lernklinik und Bibliothek untergebracht sein werden. Und das Anatomie-Institut der Fakultät bekommt eine Frischzellenkur während am UKL die Gefäßmedizin mit einem Anbau bedacht und – wegen des Geburtenbooms – ein fünfter Kreißsaal eingerichtet wird.

Von Mario Beck

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