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Lokales Leipziger Unister-Manager bleiben in U-Haft - Ermittler werten Akten aus
Leipzig Lokales Leipziger Unister-Manager bleiben in U-Haft - Ermittler werten Akten aus
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14:09 12.12.2012
Razzia bei Unister: Die Zentrale des Leipziger Online-Unternehmens im Barfußgäßchen wurde am Dienstag vom LKA durchsucht. Quelle: Dirk Knofe
Dresden

Am Dienstag hatten rund 130 Beamte 20 Büros und Wohnungen in vier Städten durchsucht. Der Schwerpunkt der Aktion lag im Leipziger Barfußgässchen. Dort hat das Internetunternehmen Unister, das Reiseportale wie ab-in-den-urlaub.de betreibt, seinen Hauptsitz.

Zwei führende Manager sitzen seit Dienstag in Untersuchungshaft. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung handelt es sich bei einer Führungskraft um Geschäftsführer Thomas Wagner. Angaben vom Vormittag, wonach sich einer der inhaftierten Unternehmer bereits zu den Vorwürfen geäußert hat, wurden inzwischen dementiert. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft haben die beiden Unistermitarbeiter noch nicht ausgesagt. "Sie hatten dazu am Dienstag Gelegenheit, haben davon aber keinen Gebrauch gemacht", sagte Klein.

Wie lange die beiden Kaufleute im Gefängnis bleiben müssen, lässt sich laut Klein noch nicht absehen. Es bestehe Flucht- und Verdunklungsgefahr. Anträge der Verteidiger auf Aussetzung der Untersuchungshaft seien noch nicht eingegangen. Insgesamt wird gegen acht Unister-Mitarbeiter ermittelt, sechs blieben auf freiem Fuß.

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Unister soll Versicherungsprodukte vertrieben haben, ohne dafür eine entsprechende Genehmigung zu besitzen. Außerdem, so der Vorwurf der Ermittler, habe das Unternehmen für die abgeschlossenen Verträge keine Steuern abgeführt. Der Schaden beim Fiskus liegt laut Generalstaatsanwaltschaft bei einer Million Euro.

Unister nehme den Vorwurf sehr ernst, empfinde das Vorgehen der Behörden jedoch als unverhältnismäßig, teilte die Firma in einer Erklärung mit. "Der zugrunde liegende Sachverhalt wurde schon 2011 durch uns offen gegenüber den Behörden kommuniziert, und die Rechtsfrage ist nach wie vor ungeklärt." Verhältnismäßig wäre laut Unister seitens des Finanzamtes allenfalls eine Betriebsprüfung oder seitens der Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) eine rechtsmittelfähige Untersagungsverfügung gewesen.

Die Beamten werten in den nächsten Wochen die beschlagnahmten Daten aus. Wie lange das dauert, ist laut Klein offen. Anhaltspunkte auf weitere mögliche Verfehlungen des 2002 gegründeten Internetunternehmens liegen derzeit nicht vor.

Matthias Roth

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