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Lokales Leipziger Unitas streicht Preis für Apels Bogen ein - Anwohner gegen Parkplätze
Leipzig Lokales Leipziger Unitas streicht Preis für Apels Bogen ein - Anwohner gegen Parkplätze
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00:59 03.12.2013
Zukunftsvision: So soll das Unitas-Projekt Apels Bogen am Westplatz nach Fertigstellung Ende 2014 aussehen. Quelle: GrafikMontage Unitas

Damit prämiert der Verein regelmäßig solche Bauvorhaben, die aus seiner Warte einen umweltfreundlichen und bezahlbaren Eindruck machen. Der Unitas-Vorstand ist daher guter Dinge mit Blick auf Apels Bogen - nach eigenen Angaben das größte Projekt der Genossenschaft dieser Art seit der Wende.

"Mit dem Zertifikat haben wir nachweislich alles getan, damit das Gebäude langfristig in die Umgebung passt", so Steffen Foede aus der Unitas-Chefetage. Zudem sei die Auszeichnung ein Aushängeschild dafür, dass an Apels Bogen wirtschaftlich gearbeitet, das verwendete Baumaterial ökonomischen und ökologischen Standards gerecht wird. Zwar halte die Unitas mit dem Planungszertifikat noch nicht das endgültige Qualitätssiegel aus Berlin in der Hand. "Wir sind allerdings auf dem Weg dahin, die Kriterien am Bau weiter nachzuweisen." Das Haus mit seinen 28 Wohnungen und dem neuen Geschäftssitz der Unitas soll planmäßig Ende 2014 bezugsfertig sein, dann sozusagen der finale Ritterschlag folgen.

Begehrt ist das Zertifikat vor allem deswegen, weil hinter dem Verein zur Förderung der Nachhaltigkeit im Wohnungsbau das Bundesverkehrsministerium steht. Zudem firmiert der Verein unter dem Dach des GdW Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, wiederum die Dachorganisation, zu der sich auch die Unitas zählt. Indessen bleibt der Neubau - oder genauer ein Detail davon - unter Anrainern umstritten.

Während die Wohnungsgenossenschaft das Projekt vorantreibt, hatte sich Ende September die Bürgerinitiative (BI) "Autofreier Innenhof Apels Garten" gegründet. Deren Name ist Programm: Im Karree zwischen Max-Beckmann-, Friedrich-Ebert- und Käthe-Kollwitz-Straße soll verhindert werden, dass die Unitas 33 Parkplätze neu anlegt. Auf Seiten der BI herrscht die Befürchtung, dass der Bau der Stellflächen auf Kosten der Bäume und Fliederbüsche im Innenhof geht, die Flora damit von der Bildfläche verschwindet. Die Fronten zwischen Unitas und BI sind dabei mehr als verhärtet. Ein Konsens ist bislang nicht in Sicht.

Nachdem der Streit zuletzt eskalierte, eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Anwohnern und Vertretern des Unitas-Vorstandes scheiterte, steht nunmehr die Option im Raum, den Leipziger Landtagsabgeordneten Michael Weichert (Grüne) zu Rate zu ziehen. Weichert hatte sich angeboten, als Moderator zwischen beiden Parteien zu vermitteln. Doch auch von einer Einigung über einen Runden Tisch sind die Beteiligten offenbar noch weit entfernt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.12.2013

Felix Kretz

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