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Lokales Leipziger Unternehmer entwickelt Abwehrsystem gegen Planenschlitzer
Leipzig Lokales Leipziger Unternehmer entwickelt Abwehrsystem gegen Planenschlitzer
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08:01 14.09.2018
Rainer Koch zeigt sein Schutzsystem gegen Planenschlitzer. Quelle: André Kempner
Leipzig

Fünf Millionen Handwerker und Handwerkerinnen feiern am 15. September deutschlandweit den Tag des Handwerks. Auf dem Augustusplatz stellen sich am Sonnabend regionale Unternehmen vor – mit dabei auf dem „Markt der Vielfalt“: die Rainer Koch Kommunikation GmbH.

Die Leipziger Firma, die sich seit 1994 mit Fahrzeug-Telematik beschäftigt, hat mit einer neuen, ganz speziellen Entwicklung, dem „Transport-Security-Device“ (TSD), für viel Anerkennung in der Transportwirtschaft gesorgt. Die Bandbreite der Alarmanlage TSD ist nunmehr größer geworden und reiche von Lkws, die vor Planenschlitzern gesichert werden, über Baustellen und Baufahrzeuge bis hin zu Eigentumsschutz von Grundstücken, erzählt Chef Rainer Koch.

Sensoren melden Einbruchsversuche

Der 74-jährige gebürtige Leipziger gehört als erster Siemens-Mobil-Fachhändler in den neuen Bundesländern zu den Pionieren der Branche. Das Diebstahlschutz-System des Herstellers ist ruckzuck installiert – und einfach erklärt: Das Herzstück ist eine kleine Box, das Basisgerät, welches mittels Adapterkabel an fast jedem Fahrzeugtelematikgerät angeschlossen werden kann. Sensoren, die sowohl staub- als auch spritzwassergeschützt sind, werden zur Überwachung im Innenraum der Ladefläche des Lkws, mechanisch auf sehr einfache Art und Weise, angebracht und arbeiten über Kurzstreckenfunk mit dem Basisgerät zusammen. Die Box verwaltet die Sensoren und schickt entsprechende Meldungen direkt an ein Portal. Die Speditionszentrale überwacht die Prozesse am Rechner oder per App. Bei Zwischenfällen wird aber auch der Fahrer während seiner Ruhepausen über ein akustisches Signal informiert. „Fahrzeug, Fahrer und Ladung können so effektiv geschützt werden“, sagt Systemtechniker Matthias Kalafut, der an der Erfindung maßgeblich beteiligt war.

Alarmanlagen sollten ohne Wlan und Internet funktionieren

Das Horrorszenario Einbruch und Diebstahl in großem Stil beschäftigt seit Jahren nicht nur die Transportunternehmen, sondern auch Besitzer von Baumaschinenhöfen, Bauern mit großen Tierherden sowie Grundstückseigentümer und Laubenpieper, die von Langfingern heimgesucht werden. Spezialist Koch rät vor allem zum präventiven Schutz – bevor der Schaden entsteht – und grundsätzlich zu einer Alarmanlage, die ohne Wlan und Internet funktioniert.

Am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr beantworten Rainer Koch und seine Mitarbeiter an einem Stand vorm Opernhaus Fragen. Zusätzlich gibt es ein Dialoggespräch mit den Experten um 14.45 Uhr auf dem Podium.

Von Regina Katzer

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