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Lokales Leipziger Verein Forikolo verlädt 3,2 Tonnen Sachspenden für Sierra Leone
Leipzig Lokales Leipziger Verein Forikolo verlädt 3,2 Tonnen Sachspenden für Sierra Leone
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23:59 10.01.2014
3,5 Tonnen Sachspenden haben die Aktiven vom Verein Forikolo für Sierra Leone gesammelt. Quelle: André Kempner

Die sind für Schulen in Sierra Leone gedacht.

Die Spendengüter hatten sich so seit vergangenem Herbst getürmt; Räume und Gänge verstopft. Nun wurden sie abgeholt. Der Forikolo, der seit zwölf Jahren in Sierra Leone Schulen baut und damit speziell die Menschen in der Lokomassama-Region im westlichen Landesteil unterstützt, hatte im Vorjahr das große Los gezogen. Er zählte zu jenen Leipziger Vereinen, denen DHL im September einen Hilfsgüterfrachtflug in ihr Einsatzland spendierte.

Das war natürlich mal was! Eine Gelegenheit, die es zu nutzen galt! Und so hatte nicht zuletzt auch Forikolo via LVZ aufgerufen, wer immer etwas abgeben könne, gern auch sperriger Art, solle es tun. "In der Folge hatten wir über 400 Kisten, vorrangig mit medizinischem Material wie Verbandszeug, Fieberthermometer, Blutdruckmessgeräte und so weiter, zu füllen. Eine Zahnarztpraxis schenkte uns sogar einen Sterilisator!", so Adrienne Krappidel vom Verein. Zudem hätten sich Kleidung für alle Altersklassen, Fahrräder, Werkzeug, Matratzen für Krankenhausbetten, Schulmaterial, Bücher, Schreibzeug, Spiel- und Sportsachen angesammelt. Exakt 15 084 einzelne Artikel waren das. Die Sachen seien übrigens aus ganz Deutschland eingetrudelt. "Wir sind immer noch schlicht und ergreifend begeistert", schwärmte Forikolo-Frau Susan Hoffmann, die das Ganze maßgeblich zu koordinieren hatte. Selbst die Partnergrundschule im bayrischen Pöcking habe einen volle Transporterladung geschickt.

Vereinschef Stefan Klenk verwies seinerseits auf absolute Spenden-Höhepunkte: "Besonders toll finden wir die zehn Solarpanels, die uns Eon überließ", meinte er. "So haben unsere Schulen in Sierra Leone endlich Licht." Für George Mansaray, einen der Projektleiter vor Ort, würden sich damit zugleich neue Möglichkeiten eröffnen: So könnten abends Alphabetisierungskurse stattfinden, um auch der vom Bürgerkrieg gezeichneten Elterngeneration Lesen und Schreiben beizubringen. Und nicht zuletzt seien die Fahrräder, die die Dekra für diesen Hilfstransport beigesteuert hatte, richtig wertvoll. "Die Kinder in Sierra Leone müssen bis zu drei Stunden zu Fuß gehen, um in ihre Schule zu kommen - mit dem Fahrrad haben sie es da natürlich leichter", so Klenk.

Gleichwohl - gestern Morgen nun, als jener XXL-DHL-Sattelzug vor dem Zeigner-Haus, Zschochersche Straße 21, einparkte, wollte jegliches Spendengut erst nochmal in die Hand ­genommen und in einem zweistündigen Nonstop-Akkord verladen sein. Gesamtgewicht: 3,2 Tonnen! Geht alles gut, wird die Fracht so Ende nächster Woche im Ort Forikolo in Sierra Leone eintreffen, nach dem die Leipziger ihren Verein benannt und wo sie 2005 ihre erste Schule gebaut hatten. Sieben weitere Schulen entstanden seither. Nummer neun und zehn befinden sich in Planung, wie Klenk gestern erzählte. Und mit Blick auf die Rücklichter des dann am Vormittag davonrollenden Lasters meinte er noch, dass sich über diese Ladung auch die Menschen aus dem Forikolo nahegelegenen Ort Robenk freuen werden. "Dort war zur selben Zeit letztes Jahr ein Buschfeuer ausgebrochen. Es hatte ihnen die Existenz geraubt."

www.forikolo.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.01.2014

Angelika Raulien

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