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Leipziger Verein errichtet Krankenstation in Guatemala – Studenten ab Donnerstag vor Ort

Leipziger Verein errichtet Krankenstation in Guatemala – Studenten ab Donnerstag vor Ort

In einer abgelegenen Bergregion von Guatemala errichtet der Leipziger Verein Mirador e.V. eine Krankenstation. „Die Menschen dort haben so gut wie keine medizinische Versorgung“, erklärt Jacob Gruender gegenüber LVZ-Online.

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Der Leipziger Verein Mirador e.V. baut in dem Dorf Chocruz in den Bergen Guatemalas eine Krankenstation, die die medizinische Grundversorgung für etwa 7000 Menschen sicherstellen soll. Beim Bau packen auch einheimische Helfer mit an.

Quelle: Mirador e.V.

Leipzig. Der 27-Jährige ist Masterstudent der Geographie an der Universität Halle und wird von März bis Juli in Chocruz als Ansprechpartner vor Ort fungieren.

Bereits am kommenden Donnerstag reisen fünf Studenten der Hochschule Anhalt in das Dorf, um beim Bau des Gebäudes zu helfen. Zehn weitere Kommilitonen kommen Mitte Februar nach. Die Fakultät für Architektur und Design in Dessau hat die Bauplanung des Projekts übernommen. Parallel dazu haben Studenten der Hochschule Rhein-Waal ein Nachhaltigkeitskonzept für die Station ausgearbeitet.

Beaufsichtigt wird der Bau in Chocruz von dem Architekten Sebastian Opp. Der 31-Jährige gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. „Wir sind zusammen zur Schule gegangen und haben uns vor zwei Jahren wieder getroffen“, berichtet Gruender. Opp hatte 2008 und 2009 schon an zwei Projekten der Hochschule Anhalt mitgewirkt, bei denen Schulen in Afrika gebaut wurden. „Ich habe ihm dann von der Situation in Guatemala erzählt, die mich während meiner Lateinamerikareisen sehr betroffen gemacht hat“, so Gruender weiter.

Nach langen Überlegungen, wie man am besten helfen könnte, haben die beiden im Juli 2010 gemeinsam mit sechs weiteren Mitstreitern den Mirador e.V. ins Leben gerufen. „Bei Recherchen in Guatemala trafen wir zufällig den Bauingenieur Mario Alex“, erzählt Gruender. Der 39-Jährige war sofort von der Idee angetan und betreut seit Mitte Januar ebenfalls die Arbeiten vor Ort. Das Fundament ist bereits gegossen, am Donnerstag sollen die Mauerarbeiten beginnen. In ihrem Blog informieren die Helfer regelmäßig über die Fortschritte beim Bau.

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Kinder der benachbarten Schule beobachten neugierig die Fortschritte auf der Baustelle.

Quelle: Mirador e.V.

Die Krankenstation in Chocruz soll mit zwei Behandlungsräumen, zwei Patientenzimmern und einem Wohnbereich ausgestattet werden. Im Sommer sollen die ersten Ärzte eingestellt werden und die etwa 7000 Bewohner des Dorfes sowie der umliegenden Bergregion medizinisch versorgen. „Dabei kooperieren wir mit der Universität in Quetzaltenango“, sagt Gruender. Geplant sei, dass Studenten der Hochschule sowohl Praktika in dem Bergdorf absolvieren als auch nach dem Abschluss dort arbeiten.

Außerdem werden bereits seit Mai 2011 zwei junge Frauen zu Hebammen ausgebildet. Ab April sollen sie die Arbeit in dem Bergdorf aufnehmen. Anschließend sollen weitere Hebammen in der Krankenstation ausgebildet werden. Zusätzlich will der Verein die Bevölkerung hinsichtlich Hygiene, Ernährung und Familienplanung informieren und beraten.

Um das alles umsetzen zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen. „Der Bau und die Inbetriebnahme sind gesichert“, stellt Gruender klar. Um die Betriebskosten und Gehälter langfristig decken zu können, sei aber fortlaufend finanzielle Unterstützung notwendig. Neben privaten Spendern hofft Mirador auf weitere Paten. So hat sich der Verein auch bei der Charity-Aktion MaleLE! beworben.

Mit staatlicher Hilfe sei nicht zu rechnen. „Die soziale Versorgung in Guatemala ist sehr schlecht“, erläutert Gruender. Nicht einmal die öffentlichen Krankenhäuser seien ausreichend versorgt.

Spendenkonto

Empfänger: Mirador e.V.

Kontonummer: 800 90 90

Bankleitzahl: 520 604 10

Kreditinstitut: Evangelische Kreditgenossenschaft eG

Stichwort: "Spende", Name und Anschrift des Spenders

Stefan Banitz

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