Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipziger Verkehrsbetriebe rüsten auf – Fahrgäste sollen besser informiert werden
Leipzig Lokales Leipziger Verkehrsbetriebe rüsten auf – Fahrgäste sollen besser informiert werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:36 17.07.2015
Disponent Ralf Schulz in der Leitstelle der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) Quelle: Regina Katzer
Anzeige
Leipzig

Doch das rechnergestützte Betriebsleitsystem (RBL) für die Fahrzeugflotte stammt aus dem Jahr 1994. Jetzt ist der Auftrag für die Erneuerung vergeben worden. Die Reisenden sollen ab Anfang 2015 davon profitieren.

Am Lindenauer Markt leuchtet im Haltestellen-Display, dass die Linie 8 nach Grünau-Nord in fünf Minuten abfährt. Ganz unten rattert ein Text durch, dass eine Bahn mit Verspätung eintrifft. Wer dann noch einen Anschluss erreichen muss, der folgt ein bisschen dem Prinzip Hoffnung. Mit der Erneuerung des RBL soll sich das ändern. „Die Infos für die Anschlüsse oder etwa Verspätungen werden dann im Fahrgast-TV und an den Haltestellen-Displays angezeigt werden – in Echtzeit“, sagt LVB-Projektleiter Mirko Heyne. Auch die Internetseite insa.de und die Handyapp easy.go sollen so direkter mit den aktuellsten Informationen versorgt werden.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_21575]Das wird möglich, nachdem die 450 Fahrzeuge der LVB mit neuen Bordrechnern ausgestattet sind. Über diese erhalten die Disponenten in der LVB-Leitstelle genaueste Informationen über den jeweiligen Standort der Fahrzeuge, die auf den 13 Straßenbahnlinien sowie 61 Stadt- und Regionalbuslinien im Großraum Leipzig unterwegs sind. Aus der Leitstelle an der Angerbrücke gehen dann die Informationen per Funk wieder raus. „Auch der Fahrer bekommt die Anschlüsse in Echtzeit angezeigt und nicht wie bisher nur in Papierform“, erklärt Heyne. Für die Kunden bedeute das eine bessere Informations- und Beförderungsqualität.

Selbst bei Störungen im Verkehr, wie einer Straßensperrung, sollen die Passagiere direkter informiert werden. Das Umleitungssystem werde mit der Erneuerung teilautomatisiert. „Bisher drückt der Fahrer eine Taste und dann kommt die Durchsage“, so Heyne. In Zukunft sollen die Stationen der Umleitung auch als Anzeige über die Bildschirme in den Bussen und Bahnen laufen.

Nach Abschaffung der Ticketautomaten kommen Fahrscheindrucker in die Busse

Zudem sollen die Busse mit Fahrscheindruckern ausgestattet werden. Ende 2011 hatte die LVB die Ticketautomaten aus den Bussen entfernt, wegen zu hoher Ausfallquoten. Seitdem mussten die Kunden ihre Scheine beim Fahrer lösen, der mit Block und Portemonnaie ausgestattet ist. „Über den Bordrechner können die Tickets dann ausgedruckt werden“, so Heyne.

Der LVB-Projektleiter hat die Vergabe des Auftrags begleitet und die Verträge mit der Trapeze Group mit ausgearbeitet. Das Schweizer Unternehmen hat den Zuschlag für das etwa neun Millionen Euro teure Projekt erst vor wenigen Tagen erhalten. Es wird zu 70 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Freistaates Sachsen gefördert.

Ein Probebetrieb mit 20 Fahrzeugen startet Anfang des kommenden Jahres. Bis Anfang 2015 soll die Umrüstung der kompletten Fahrzeugflotte erfolgen. „Dabei kann es zu kleineren Ausfällen kommen. Es ist eine Umstellung am offenen Herzen, also beim laufenden Betrieb“, sagt Heyne. Doch es ist nötig, denn die Ersatzteile für die alten Bordrechner werden nur noch im kommenden Jahr produziert.

Matthias Pöls

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

An der Bismarck-Straße im Leipziger Stadtteil Großzschocher soll es neue Spielmöglichkeiten geben. Die bisherigen Pläne zur Aufwertung des östlichen Teils der dortigen Grünanlage werden bei einer Informationsveranstaltung am 24. Januar vorgestellt.

16.01.2013

Welche kommunalen Unternehmen dürfen in der Öffentlichkeit als Spender und Sponsoren auftreten? Diese Fragen will die Leipziger Ratsfraktion der FDP mit einer dringlichen Anfrage in der kommenden Sitzung des Stadtrates am 23. Januar klären.

16.01.2013

Auf dem südlichen Areal des ehemaligen Postbahnhofs in Leipzig-Schönefeld beziehungsweise Abtnaundorf soll ein Gewerbegebiet entstehen. Eine entsprechende Vorlage soll der Stadtrat demnächst beschließen, wie die Verwaltung am Dienstag erklärte.

15.01.2013
Anzeige