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Lokales Leipziger Vierlinge feiern ihr drittes Weihnachtsfest
Leipzig Lokales Leipziger Vierlinge feiern ihr drittes Weihnachtsfest
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13:16 24.12.2015
Jasmin, Kim, Sophie und Laura (v. l.) freuen sich auf die Weihnachtsüberraschung.   Quelle: Leipzig report
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Beucha

 Laura, Jasmin, Kim und Sophie haben sich fesche Weihnachtsmützen aufgesetzt und tanzen fröhlich. „Das ist der Weihnachtstanz“, klärt Kim auf, dreht sich, hockt sich hin, springt auf, tänzelt mit Hüftschwung ein paar Schritte vorwärts. Ihre Schwestern tun es ihr gleich, alle vier immer schön im Kreis. Ein ganz spezieller Tanz der Vierlinge eben. Jasmin, die sich als die Entertainerin der Leipziger Vierlinge entpuppt, sagt dann gleich stellvertretend für alle fehlerfrei „Lieber guter Weihnachtsmann...“ auf und legt nach mit der Gesangseinlage „Oh Tannenbaum“. Dabei gestaltet sie den Text kreativ um in „wie grün deine Blätter sind“. Die Mädchen toben zwar mit roten Mützen durch die Stube, aber eigentlich wollen sie lieber Eisprinzessinnen sein. Sie schwärmen für Anna und Elsa.

Es ist das dritte Weihnachten der vier Schwestern und das erste, dass sie heute mit Mutter Janett Mehnert (35), Vater Marcus (33), Bruder Lucas (9), den Omas, Opas, Onkel und Tanten im eigenen Haus feiern. Die Vierlinge, die am 6. Januar vier Jahre alt werden, sind Ende März mit ihren Eltern und Lucas aus der Wohnung in Leipzig-Thonberg ins eigene Heim nach Beucha am Rande der Messestadt gezogen. Ein Haus in der Großstadt wäre für sie nicht bezahlbar gewesen. „Hier will ich nicht mehr weg“, sagt der junge Vater und spricht für die ganze Familie, die sich im Häuschen mit kleinem Garten und Spielplatz pudelwohl fühlt.

Die Leipziger Vierlinge Kim, Jasmin, Sophie und Laura Mehnert (3 Jahre und 11 Monate) feiern mit ihren Eltern Janett und Marcus Mehnert und ihrem Bruder Lucas (9) ein fröhliches Weihnachtsfest 2015.

 Auch der Weihnachtsmann sieht sofort, dass er willkommen ist. Girlanden funkeln an den Bäumen. Ein leuchtender Weihnachtsbär hält schon mal die Stellung. Schwibbögen erhellen die Fenster. Im Haus sorgen gefühlt 20 Weihnachtsmänner schon während der Adventszeit für eine gespannte Erwartung, besonders bei Kim, Jasmin, Sophie und Laura.

Die Geburt der natürlich gezeugten eineiigen Vierlinge vor knapp vier Jahren an der Leipziger Universitätsklinik war eine medizinische Sensation. Die vier gleichen Schwestern sind einmalig im deutschsprachigen Raum. Die Frühchen, sie kamen in der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt, haben sich prächtig entwickelt. Das erlebten Reporterin und Fotograf der Leipziger Volkszeitung, die vor drei Jahren die Patenschaft über die Vierlinge übernahm, erneut bei ihrem Weihnachtsbesuch vor ein paar Tagen.

Sie haben nicht nur „Lieber guter Weihnachtsmann...“ und ähnliche Sprüche sowie diverse Weihnachtslieder sofort parat, sondern beantworten inzwischen an Stelle der Mutter gleich selbst alle Fragen zur Kita, ihren Lieblingsspielen und Wünschen. Seit Juli 2013 besuchen die Schwestern die Leipziger Kita Tausendfüßler. Während sich die Schwestern für Außenstehende gleichen wie ein Ei dem anderen, können die Eltern sie auf Anhieb unterscheiden. Woran bloß? „Na am Gesichtsausdruck und an der Kopfform“, sagt Vater Marcus, als wäre dies das Offensichtlichste auf der Welt. Beide Eltern kümmern sich mit bewundernswerter Ruhe und Geduld um die Mädchen und um Lucas, der in die dritte Klasse geht . „Unser Großer kommt nicht zu kurz“, versichert auch Opa Heinz Richter, der zu Besuch ist, und beugt sich mit seinem Enkel über die große Eisenbahnplatte im Keller, wo die beiden mit sichtlicher Freude Züge auf die Reise schicken.

Die Vierlinge packen inzwischen voller Eifer die Weihnachtsgeschenke aus. Und siehe da, es hat sich bis zur „Patentante“ LVZ herumgesprochen, dass in Beucha vier kleine Eisprinzessinnen wohnen. Im Nu ziehen alle vier die T-Shirts mit Anna und Elsa an und packen Eisprinzessinnen-Puzzle, -Buch, -Sticker und -Malstifte aus. Vier Teile, aber nicht vier gleiche.

 „Wir müssen das teilen“, analysiert Laura messerscharf und schnappt sich die Malstifte. „Papa, ich will auch Stifte haben“, meldet sich Kim und greift zu. Auch Jasmin interessiert sich fürs Malen. Vater Marcus führt die drei kleinen Künstlerinnen am Wohnzimmertisch geschickt zusammen. Sophie bleibt auf der Couch und schaut sich das Buch an.

Am heutigen Heiligabend wird bei Mehnerts das Haus voll. Die gesamte Großfamilie kommt zu Besuch, die Omas, Opas, Uromas, Onkel und Tanten.

Von Anita Kecke

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