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Lokales Leipziger Vierlinge werden acht Wochen alt – bald dürfen sie das Krankenhaus verlassen
Leipzig Lokales Leipziger Vierlinge werden acht Wochen alt – bald dürfen sie das Krankenhaus verlassen
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11:11 28.02.2012
Prof. Ulrich Thome steht am Inkubator, in dem Kim Mehnert liegt. Jetzt werden die Leipziger Vierlinge acht Wochen alt (Archivfoto von Anfang Februar). Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Den Brutkasten und Überwachungsgeräte brauchen Kim, Jasmin, Sophie und Laura nicht mehr. Nur die Magensonden durch die Nasen sind noch da. Die kleinen Mädchen lernen gerade, selbst zu trinken.

Sie bekommen aus kleinen, nur zehn Zentimeter hohen Baby-Fläschchen Spendermilch. Über die Magensonde wird nur noch zugefüttert. „Das ist ein allmählicher Prozess. Magensonde raus und dann sollen sie alles trinken - das funktioniert nicht“, erklärt der Leiter der Neonatologie-Abteilung am Uniklinikum. Inzwischen bringen die Vierlinge etwas mehr als zwei Kilogramm auf die Waage: Kim wiegt 2,28, Sophie 2,08 Kilo. Die beiden anderen liegen dazwischen. „Wenn weiter alles so gut läuft und sie alles können, was sie brauchen, dürfen sie etwa Mitte März nach Hause“, sagt Thome.

Leipzig. Mollig eingekuschelt liegen die berühmten Patientinnen in ihren Wärmebettchen auf der Frühchenstation im Leipziger Uni-Klinikum. Die eineiigen Vierlinge werden an diesem Freitag acht Wochen alt - und es geht ihnen richtig gut, wie der Frühgeburtenmediziner Ulrich Thome sagt. Vermutlich im März dürfen die Schwestern nach Hause.

Bis dahin steht den Winzlingen allerdings noch ein Eingriff bevor. „Sie haben alle vier einen Leistenbruch. Zwei von ihnen rechts und zwei links“, schmunzelt der Arzt. „Das ist aber gar nichts seltenes bei Frühchen und nur ein kleiner Eingriff.“ Den Anfang machte am Montag Sophie.

Auf der Frühchenstation kümmern sich insgesamt 60 Krankenschwestern rund um die Uhr um vorzeitig geborene Babys. „Seit Jahresanfang hatten wir 113 Kinder auf der Station, 18 mehr als im Vorjahr“, sagt Thome. Aktuell sind drei Zwillingspärchen dabei. Die Chance auf eineiige Vierlinge liegt bei 1:13 Millionen. Das ist etwas ganz besonderes, auch für das medizinische Personal. Eigens abgestellte Schwestern für die vier Mädchen gibt es aber nicht. Die jeweils diensthabende Schwester kümmert sich. „Da machen wir keine Unterschiede“, sagt Schwester Christine.

Kim, Jasmin, Sophie und Laura waren in der 28. Schwangerschaftswoche auf die Welt geholt worden. Die Eltern kommen jeden Tag in die Klinik. Die Mama kuschelt abwechselnd mit den Kleinen. Ganz oft dabei ist auch die Oma des Quartetts. Die 54-Jährige geht nach der Arbeit mit ins Krankenhaus, windelt und füttert die Babys. Auch wenn die Vier nach Hause kommen, will sie für die Mädchen und für ihre Tochter da sein. Auch in den Urlaub geht es zusammen: Für den Sommer sei schon eine Ferienwohnung auf einem Bauernhof gebucht. Denn der große Bruder der berühmten Vierlinge solle auch seinen Spaß haben, meint Oma Petra.

Gitta Keil, dpa

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