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Leipziger Wagner-Verband protestiert gegen Refugees-Welcome-Platz

Unterschriftenaktion gestartet Leipziger Wagner-Verband protestiert gegen Refugees-Welcome-Platz

Soll der Richard-Wagner-Platz, seit Wochen Schauplatz von fremdenfeindlichen Legida-Kundgebungen, zum „Refugees-Welcome-Platz“ werden? Jetzt gibt es Gegenwind vom Richard-Wagner-Verband.

Eine Bürgerinitiative setzt sich für die Umbenennung des Richard-Wagner-Platzes ein.

Quelle: Kempner

Leipzig. Eklat um den Richard-Wagner-Platz: Der bevorzugte Demo-Ort des fremdenfeindlichen Bündnisses Legida wird seit einigen Wochen zeitweise symbolisch zum „Refugees-Welcome-Platz“ umbenannt, das Schild entsprechend überklebt. Die Initiatoren werben für die dauerhafte Umbenennung des Platzes. Dagegen wehrt sich jetzt der Richard-Wagner-Verband Leipzig.

Die Vertreter sprechen von kulturpolitischem Unsinn und haben eine Unterschriftenaktion gegen die Umbenennung gestartet. Der Zorn der Wagnerianer richtet sich auch gegen die Ratsfraktion der Grünen. Diese hatte in der vergangenen Woche auf ihrer Mitgliederversammlung beschlossen, die Bestrebungen einer Bürgerinitiative zur Umbenennung des Platzes in „Refugees-Welcome-Platz“ zu unterstützen. Die Grünen-Fraktion hatte begründet, dass die geplante Umbenennung ein Symbol für eine neue Willkommenskultur in Leipzig sei. Eine entsprechende Namensänderung ist aber letztlich nur möglich, wenn der Stadtrat mehrheitlich einem Antrag zustimmt.

Die Gemeinschaft „Leipziger Platznahme – Refugees Welcome“ besteht nach eigenen Angaben auf ihrer Facebook-Seite aus einer Gruppe von Anwohnern und Geschäftsleuten, denen der Platz „als Ort der Offenheit und Begegnungen“ am Herzen liege. Die Gemeinschaft sei überparteilich, freue sich aber über Unterstützung von Parteien.

Der Richard-Wagner-Verband Leipzig sagt nun deutlich „Nein“ zu den Umbenennungsplänen. Der Vorstand des Verbandes wisse sich darin einig mit 130 Wagner-Verbänden weltweit, heißt es in der Erklärung. Mehr als 20.000 Mitglieder seien global in Wagner- Richard-Verbänden organisiert. Mit der Namensgebung des Platzes zum 100. Geburtstag des Komponisten ehre die Stadt den Musiker. „Dies muss so bleiben“, heißt es vom Wagner-Verband weiter. Unterschriften-Listen dazu lägen in der Geschäftsstelle am Richard-Wagner-Platz 1 aus. Viele Gäste der Dok-Filmwoche hätten sich bereit dem Aufruf angeschlossen.

Richard Wagner wurde 1813 in Leipzig am Brühl 3 im Haus „Zum Roten und Weißen Löwen“ geboren. Der Komponist studierte Musik an der Universität Leipzig und wurde unter anderem vom damaligen Thomaskantor in Komposition ausgebildet. Seine ersten Arbeiten wurden in Leipzig aufgeführt.

Von lyn

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