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Lokales Leipziger Wege-Verein punktet in Berlin - Einladung in Bundeskanzleramt
Leipzig Lokales Leipziger Wege-Verein punktet in Berlin - Einladung in Bundeskanzleramt
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23:59 01.06.2014
Das Familienhaus gedeiht - zumindest peu à peu. Hier die Hoffassade. Quelle: André Kempner

"Ihre Initiative hat die Jury überzeugt. Sie sind eines der 25 Start-Social-Stipendiatenprojekte, die von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Prämierung am 3. Juni ins Bundeskanzleramt eingeladen werden", teilte jetzt das Hamburger Wettbewerbs-Team den Leipzigerin mit.

Insgesamt hatten 500 Projekte um die Lorbeeren gebuhlt. Der Ausscheid geht nicht nur mit einer hilfreichen Finanzspritze für die bestplatzierten Vereine einher, sondern sichert ihnen auch gratis für einen gewissen Zeitraum professionellen Beistand für die Umsetzung ihrer zumeist "nur" ehrenamtlich gestemmten Vorhaben. Wohinter die Überzeugung steht, dass soziale Initiativen eben ein wichtiger Baustein der Zivilgesellschaft sind.

Für die Leipziger ist es indes nicht der erste Start-Social-Erfolg. Bereits 2010 schüttelte Angela Merkel der Vorsitzenden Monika Schöpe und ihren Mitstreitern in Berlin die Hand, weil ihr Verein gemeinsam mit fünf anderen Projekten gesiegt hatte. 5000 Euro halfen daraufhin dem Wege-Verein weiter, seinen Weg fortzusetzen. Seine profunden Start-Social-Couch-Begleiter damals: Profi-con-Geschäftsführer Frank Duvernell und Kaufmann Klaus Kiesewimmer. "Das alles ermutigte uns, es 2014 noch mal mit einem aus unserer Sicht bemerkenswerten Projekt bei diesem großen Wettbewerb zu versuchen", erzählt Schöpe. "Das Projekt" kam bislang als Schandfleck, als ein heruntergekommener Altbau am Wege-Eingang Lützner Straße 75 daher. Derzeit wird das über 80-jährige Gebäude zu einem "einmaligen Wohnprojekt" um- und ausgebaut, "mit dem eine Lücke in der sozial-psychiatrischen Versorgung der Stadt geschlossen werden soll", wie Schöpe erklärt. Der Verein - er kümmert sich bekanntlich um Angehörige und Freunde psychisch Kranker - möchte hier eine Heimstatt für minderjährige wie volljährige schwangere Frauen sowie für alleinerziehende Mütter wie Väter anbieten, die seelisch in der Krise stecken und Kinder unter sechs Jahre haben. Im Familienhaus sollen sie rund um die Uhr betreut und ertüchtigt werden, peu à peu eigenständig den familiären Alltag hinzukriegen. Sechs Wohneinheiten, ein Begegnungs- und ein Beratungszentrum sollen daher unters Dach.

"Außen kommt das Haus bereits saniert daher", sagt Schöpe. Die Gründerzeitfassade ist wieder top. Die hofseitige Ansicht ziert ein großflächiges Bild vom Atelier Fischer. "Jetzt laufen die Innenarbeiten. Spenden, die uns dabei unterstützen, könnten wir allerdings wirklich gut brauchen." Schon mal Beistand leisten will die Truppe "Das fahrende Volk 1813", bittet für den 13. Juni, 18 Uhr (ab 17 Uhr Kuchenbuffet), zur Benefiz-Theateraufführung von "Schneeweißchen und Rosenrot" in die Liebertwolkwitzer Theater-Scheune, Alte Tauchaer Straße 1. Motto: Eintritt frei, Spende erbeten!

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.06.2014

Angelika Raulien

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