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Lokales Leipziger Wildtierverbot ausgesetzt – Elefanten wieder am Cottaweg
Leipzig Lokales Leipziger Wildtierverbot ausgesetzt – Elefanten wieder am Cottaweg
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12:55 07.08.2017
Elefanten im Zirkus – wie hier beim Zirkus Berolina - sind seit April in auch wieder auf dem Leipziger Kleinmesseplatz erlaubt.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Etwas mehr als ein Jahr lang währte das sogenannte Wildtierverbot für Zirkusse in Leipzig, wurden auf kommunalen Flächen keine Veranstaltungen mit dressierten Elefanten, Bären, Tiger oder Giraffen mehr genehmigt. Im Frühjahr erklärte die Landesdirektion die Entscheidung der Ratsversammlung allerdings für rechtswidrig. Die Behörde monierte, dass nur der Bund Gesetze erlassen könne und auch Veranstaltern mit Wildtieren der Zugang zu kommunalen Flächen grundsätzlich nicht verwehrt werden dürfe.

„Der Beschluss des Stadtrates ist seit diesem Zeitpunkt bis zur endgültigen Rechtskraft eines eventuellen Rechtsmittels ausgesetzt“, heißt es dazu auf LVZ-Anfrage aus dem Leipziger Ordnungsamt. Erster Nutznießer der Aussetzungen wird Ende August der Circus Krone auf dem Gelände der Kleinmesse sein, der auf seiner aktuellen Tour unter anderem auch Darbietungen mit Elefanten, Löwen und Nashörnern im Programm hat.

„Weitere Anfragen von Zirkussen mit Wildtiefen gibt es bisher nicht, die vom Circus Krone lag auch schon sehr lange vor“, sagte Martina Menge-Buhk im Auftrag der Stadtverwaltung am Montag gegenüber LVZ.de. Das kann sich jedoch bald ändern. Zumal die Stadtverwaltung selbst vorerst keine Rechtsmittel gegen die Aufhebung des Verbots einlegen werde. Das müsste dann wieder der Stadtrat entscheiden, so Menge-Buhk.

Petition mit 3600 Unterschriften

Auslöser des Wildtierverbots auf kommunalen Flächen in Leipzig war eine Petition mit mehr als 3600 Unterschriften gewesen, in der artgerechte Haltung von Wildtieren unter den Bedingungen von Wanderzirkussen als unmöglich angesehen wurde. Der zuständige Petitionsausschuss des Leipziger Stadtrates sah das ähnlich, verwies unter anderem auf das mehrfach vom Bundesrat geforderte, letztlich aber nie umgesetzte Wildtierverbot in Wanderzirkussen. Exotische Tiere seien dort erheblichen Belastungen ausgesetzt, die zu schwerwiegende Störungen führen können.

Im Februar 2016 tagte die Ratsversammlung zum Thema. Bereits damals gab es rechtliche Bedenken aus der Verwaltung, letztlich konnten sich die Befürworter des Verbots aber durchsetzen.

Von Matthias Puppe

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