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Lokales Leipziger beklagt Atemnot und tränende Augen
Leipzig Lokales Leipziger beklagt Atemnot und tränende Augen
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00:30 07.06.2018
Anwohner Rainer Richter fühlt sich durch Sanierungen der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft in Leipzig-Paunsdorf beeinträchtigt. Quelle: Foto: privat
Leipzig.

Rainer Richter ist in Sorge. „Seit etwa zwei Monaten werden nun schon die Gebäude der LWB in Leipzig-Paunsdorf in Heiterblickallee, Schleenweg und Ahornstraße saniert. Die Baumaßnahmen sollen noch bis Oktober andauern“, schreibt er in einer E-Mail an die Redaktion.

Zurzeit würden die Fenster ausgetauscht und die Drempel erneuert. Dabei falle sehr viel Schutt an, der in weißen Säcken in bereitgestellte Container transportiert wird. „Die Arbeiter, die die Säcke verladen, tragen Schutzanzüge. Diese Säcke sind teilweise kaputt, sodass der Wind die losen Asbest- bzw. Glasfaserteile direkt in unsere Schlafzimmer bläst“, schreibt Richter. Die Container befinden sich seinen Angaben zufolge nicht etwa vor den LWB-Gebäuden, wo eigentlich saniert wird, sondern direkt vor den Eigentumswohnungen in der Platanenstraße 15, 17 und 19, teilte er mit. „Ich bin gerade aus dem Urlaub zurück und klage seitdem über Atemprobleme und stark tränende Augen. Jetzt ist mir klar, was die Ursachen sind“, so der Paunsdorfer, der sich um seine Gesundheit sorgt und gern gewusst hätte, um „welche gesundheitsschädlichen Materialien es sich hier handelt und wann die Umweltbelastung unterbunden wird“.

Bei der Baustelle in Paunsdorf handele es sich um ein Projekt im Rahmen des LWB-Plattenbau-Sanierungsprogrammes, teilte auf Anfrage Samira Sachse, die Pressesprecherin der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB), mit. „Die LWB verfügt über Wohnungen in 14 größeren Plattenbau-Wohnanlagen. Diese Häuser sind mehrheitlich schon vor vielen Jahren teilsaniert worden. Inzwischen besteht wieder Handlungsbedarf. Im kurz- und mittelfristigen Bereich betrifft dies rund 6400 Wohneinheiten. Diese Fakten sind Bestandteil der Strategischen Unternehmensplanung 2027, die der Aufsichtsrat der LWB im September 2017 beschlossen hat“, so Sachse.

Nach Abschluss des Modellprojektes zur energetischen Sanierung sowie senioren- und familienfreundlichen Modernisierung des Kreuzstraßenviertels mit 1058 Wohneinheiten im Jahr 2016 habe die LWB im vorigen Jahr mehrere Sanierungsprojekte in Schönefeld und Dölitz durchgeführt. In diesem Jahr seien Plattenbauten in Grünau, Paunsdorf, Schönefeld und Dölitz an der Reihe. Pro Jahr handele es sich mittelfristig voraussichtlich um etwa 500 bis 600 Wohneinheiten.

„Wir sind bemüht, die mit Baumaßnahmen verbundenen Beeinträchtigungen stets gering zu halten und hoffen zugleich auf das Verständnis der Anwohner und Nachbarn“, so die Sprecherin. „Die Container, von denen der Leser spricht, befinden sich auf dem Grundstück der LWB. Die ausgebauten mineralischen Dämmstoffe sind nicht asbesthaltig und werden entsprechend den geltenden Vorschriften ausgebaut, sind in Säcken zu verpacken und in die Container zu verladen. Die Zwischenlagerung der demontierten Fenster erfolgt generell über die bereitgestellten Container in der Ahornstraße (nicht über den Innenhof).“

Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator kontrolliere im Übrigen regelmäßig die Baustelle und habe bisher keine Beanstandungen gemeldet, hieß es. Der Ausbau der Dämmstoffe im Drempel sei vor einigen Tagen abgeschlossen worden. „Die Fläche im Hofbereich wird jedoch bis zum Ende der Baumaßnahmen, das für Ende Oktober avisiert ist, für die Baustelleneinrichtung benötigt.“

Von Cornelia Lachmann

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