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Lokales Leipziger entdecken weitere Teile von Pharao-Statue in Kairo
Leipzig Lokales Leipziger entdecken weitere Teile von Pharao-Statue in Kairo
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21:57 13.04.2018
Die Kolossalstatue von Pharao Psammetich I. – so könnte sie ausgesehen haben. Ein Forscherteam um den Leipziger Dietrich Raue feierte jetzt weitere sensationelle Entdeckungen. Quelle: Grafik: Ägyptisches Museum Leipzig
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Leipzig

 Bei neuen Grabungen in Kairo sind etwa ein Jahr nach dem aufsehenerregenden Fund von Teilen der Kolossalstatue des berühmten Pharaos Psammetich I. (664 bis 610 vor Christus) weitere Teile der riesigen Figur gefunden worden. Wie die Universität Leipzig am Freitag mitteilte, erlauben die Funde eine Rekonstruktion der Skulptur. Ein ägyptisch-deutsches Team unter der Leitung von Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums „Georg Steindorff“ der Leipziger Uni, und Aiman Ashmawy vom Ägyptisches Antikenministerium entdeckte auf dem Areal des Tempels von Heliopolis mehr als 4500 Fragmente der Kolossalstatue Psammetichs I. Auf dieser Grundlage erstellte Christopher Breninek, der an der Universität Leipzig Ägyptologie studiert, eine neue Visualisierung des Monuments. Sie zeigt die ungewöhnliche Armhaltung Psammetichs I.

„Wir haben es nicht für möglich gehalten, diese Statue aus dem ersten Jahrtausend vor Christus noch so vollständig zusammenzubekommen“, sagte Raue, dessen Team bei den Grabungen von Professor Kai-Christian Bruhn von der Hochschule Mainz unterstützt wurde. Im Zentrum des Tempelbezirks konnten in diesem Jahr zudem große Reliefs eines Portals Ramses II. aus Quarzit geborgen werden. Gefunden wurde ferner ein bislang unbekannter Portalbau mit einem Bildnis des Sohns Ramses II., Merenptah. Zudem wurden in den vergangenen Wochen weitere Basalt- und Granitblöcke in diesem Areal geborgen, darunter ein Falkenfries aus dem Tempel Nektanebo I. (380 bis 363 vor Christus).

Die Visualisierung der Kolossalstatue von Pharao Psammetich I. Quelle: Grafik: Ägyptisches Museum Leipzig

„Die eigentlichen Bergungsarbeiten sind nun abgeschlossen. Mit den ägyptischen Kollegen diskutieren wir derzeit die Möglichkeit einer Rekonstruktion der Skulptur“, berichtete Raue. Künftig sollen die Grabungen in drei weiteren, gut 400 bis 600 Meter östlich der jetzigen Fundstelle gelegenen Bereichen fortgesetzt werden. Die Arbeiten sollen auch Aufschluss über die spätere Nutzung des Tempels im 2. Jahrhundert vor Christus geben. Die Experten gehen davon aus, dass sich dort eine Wirtschaftsanlage befand und sie noch zahlreiche Fragmente entsorgtem Tempelgutes freilegen werden.

Von LVZ

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