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Lokales Leipziger führen beim Recycling - gute Noten für deutsche Städte beim Umweltschutz
Leipzig Lokales Leipziger führen beim Recycling - gute Noten für deutsche Städte beim Umweltschutz
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20:01 21.06.2011
Quelle: Volkmar Heinz
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Frankfurt/Main

„Überdurchschnittlich gut“ werden Berlin, Bremen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart bewertet. Nur Essen und Köln gelten beim „German Green City Index“ als durchschnittlich.

Besonders stark sind die großen deutschen Städte beim Wassersparen, dem Abfall-Recyceln und energieeffizienten Gebäuden. Unter dem europäischen Durchschnitt liegen die Deutschen aber bei der Nutzung erneuerbarer Energien und der Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen. Mit 9,8 Tonnen pro Mensch und Jahr ist der Kohlendioxid-Ausstoß in den zwölf deutschen Städten fast doppelt so hoch wie in anderen europäischen Metropolen.

Das EIU hatte bereits 2009 im Auftrag des Siemens-Konzerns 29 europäische Metropolen untersucht. Kopenhagen lag an der Spitze. Beim deutschen Index wurde auf ein „Ranking“ bewusst verzichtet. Die Städte seien eng beieinander, hieß es.

Unter den deutschen Metropolen sind die CO2-Emissionen in Berlin pro Kopf am geringsten. Die Leipziger führen - auch europaweit - beim Recyceln. Das Abfallaufkommen der Stadt ist mit 356 Kilogramm pro Kopf und Jahr deutlich geringer als im Durchschnitt der europäischen Städte von 517 Kilogramm. Leipzig verfügt laut der Studie zudem über ein hochmodernes Recyclingsystem: Überdurchschnittliche 81 Prozent des Abfalls werden wiederverwertet, während es europaweit gerade einmal 26 Prozent im Schnitt sind.

Stuttgart hat laut Studie die energieeffizientesten Häuser. In Frankfurt ist der Anteil der erneuerbaren Energien mit 7,9 Prozent am höchsten. Insgesamt liegt dieser Wert in den deutschen urbanen Zentren bei nur drei Prozent - deutlich unter vergleichbaren Städten in Europa (zwölf Prozent).

Die Verminderung klimaschädlicher Emissionen sowie die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien seien für die Großstädte die „größte Herausforderung“, sagte EIU-Projektleiterin Emily Jackson. Gelobt wird zwar eine aktive Verkehrspolitik mit der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. Die „Automobilkultur“ sei aber in Deutschland tief verwurzelt. So fahren 50 Prozent der Bürger immer noch mit dem eigenen Fahrzeug zur Arbeit - deutlich mehr als in anderen europäischen Großstädten (38 Prozent).

Die insgesamt guten Noten für die deutschen Metropolen führt die Studie auch auf das große Umweltbewusstsein der Deutschen und auch auf die politischen Vorgaben des Bundes zurück. Die EIU, die zur Gruppe um die Zeitschrift „Economist“ gehört, hat im Auftrag von Siemens weltweit mehr als 100 Städte untersucht. Nach Lateinamerika, Asien und Europa ist Deutschland die vierte Region.

maf/Thomas Maier, dpa

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