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Lokales Leipziger haben sich gut auf den Schnee eingestellt - Kritik am Winterdienst wird laut
Leipzig Lokales Leipziger haben sich gut auf den Schnee eingestellt - Kritik am Winterdienst wird laut
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19:32 21.01.2013
Nach dem starken Schneefall am Montag wird Kritik am Winterdienst laut. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Bei Bussen und Straßenbahnen kam es zu Verspätungen. „Es ging im gesamten Stadtgebiet alles viel langsamer", fasste Reinhard Bohse die Lage zusammen. Der Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) räumte ein, dass mit dem Einsetzen des Berufsverkehrs gegen 7 Uhr auch die Busse und Straßenbahnen mit Verspätungen unterwegs waren.

Wo alles stockt, kommt eben auch der öffentliche Personennahverkehr nicht weiter. Besonders betroffen seien die Straßenbahnlinien 4 und 12 gewesen, die kaum über gesonderte Gleiskörper verfügen, sich den knappen Platz mit schleichenden und schlitternden Autos teilen müssen. Größere Beeinträchtigungen habe es auch auf einigen Busstrecken gegeben, so Bohse, etwa auf den Linien 74 und 80. „Aber wir sind überall gefahren, es gab keine Ausfälle", betonte der LVB-Sprecher.

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Die Zahl der Verkehrsunfälle hielt sich in Grenzen: Von Mitternacht bis 10 Uhr waren es 22, bis 14.30 Uhr exakt 50, zwei Personen wurden dabei leicht verletzt. Zum Vergleich: Der Durchschnitt in 24 Stunden sind etwa 40 bis 50 Unfälle, bei einem Wintereinbruch Anfang Februar 2011 gab es innerhalb von vier Stunden 215 Kollisionen. „Die Autofahrer haben sich gut auf die winterlichen Bedingungen eingestellt", so Polizeisprecherin Anke Fittkau. Auch das Rettungswesen hatte nach Angaben der Leitstelle kaum mehr zu tun als sonst.

Fragwürdige Taktik des Winterdienstes

Eine kurze Nacht hatte der Winterdienst: Um 0.15 Uhr habe die Stadtreinigung ihren Bereitschaftsdienst aktiviert, berichtete Sprecherin Ute Brückner, etwa eine Stunde später seien 28 große Streufahrzeuge mit Schneepflug und vier kleinere Wagen gerollt. Ihre Aufgabe: Ein Drittel des 1670 Kilometer langen Straßennetzes der Stadt befahrbar halten. „Die Fahrbahnen müssen nicht schwarz sein", so Brückner.

Aber eben auch nicht knöcheltief weiß, finden viele Einwohner. Kritik am Winterdienst wurde laut, weil wichtige Straßen nach dem Eindruck vieler Leipziger nicht so aussahen, als seien sie geräumt worden. Ein LVZ-Reporter folgte einem großen Winterdienstfahrzeug vom Völkerschlachtdenkmal bis zum Stützpunkt der Stadtreinigung in die Geithainer Straße. Es fuhr die reichlich vier Kilometer auf verschneiten Straßen mit hochgeklapptem Schieber.

Frank Döring

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