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Lokales Leipziger kritisieren Straßenschäden und Lärm - Einkommen steigen
Leipzig Lokales Leipziger kritisieren Straßenschäden und Lärm - Einkommen steigen
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17:30 09.05.2011
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Leipzig

Zu diesem Ergebnis kommt die Kommunale Bürgerumfrage 2010, die am Montag im Rathaus vorgestellt wurde. Viele der Befragten kritisierten dabei auch den zunehmenden Verkehrslärm und die hohe Verschuldung der Stadt. „Wir haben viele glückliche Menschen in Leipzig, aber auch viele Defizite“, erklärte Ruth Schmidt, die Leiterin des Amts für Statistik und Wahlen.

Die Unzufriedenheit der Leipziger wuchs 2010 vor allem beim maroden Zustand der Verkehrswege. Mehr als jeder Dritte der Befragten (35 Prozent) ist mit der aktuellen Straßensituation unzufrieden. Fünf Jahre zuvor war es nicht einmal jeder Fünfte. Vier von fünf Befragten sind der Meinung, dass beim Bau und der Sanierung von Straßen nicht gespart werden dürfe.

Leipzigs Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD) kann die Kritik durchaus nachvollziehen. "Es ist festzustellen, dass vor dem Hintergrund zweier harter Winter sich der Straßenzustand in der gesamten Bundesrepublik erheblich verschlechtert hat, wie man zum Beispiel den Veröffentlichungen des ADAC entnehmen kann", erklärte er auf Anfrage von LVZ-Online. Die Verwaltung unternehme daher "alle Anstrengungen, um zusätzliche Mittel für die Instandsetzung der Leipziger Straßen zu mobilisieren". Weitere Details sollen auf einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt gegeben werden, so der Baubürgermeister.

Leipziger verdienen im Schnitt 59 Euro mehr pro Monat

Auch über die schlechte Parkplatzsituation, beispielsweise in Schleußig, und Lärmbelästigungen ärgern sich viele Bürger. „Der Straßenverkehr ist nach wie vor die größte Lärmquelle“, berichtete Ruth Schmidt. Fast in allen Stadtteilen beschwerten sich die Einwohner darüber am meisten, gleichzeitig fordern viele die Einrichtung von mehr Radwegen auf Leipzigs Straßen. Dazu ist der Fluglärm den Einwohnern vor allem in den westlichen Stadtteilen ein Dorn im Auge.

Leipzig. Die Karten vom aktuellen Entwurf des Lärmaktionsplans für Leipzig können interessierte Bürger nun auch im Umweltinformationszentrum (UIZ) einsehen. Wie Die Stadt am Donnerstag mitteilte, hängen die Karten noch bis zum 12. August in der Einrichtung im Erdgeschoss des Technischen Rathauses aus.

„Die Arbeitsplatzsituation sehen die Bürger insgesamt nach wie vor als das größte Probleme in Leipzig“, ergänzte Bürgermeister Andreas Müller (SPD). Zwar sank die Arbeitslosigkeit in Leipzig bis Ende vergangenen Jahres auf einen Tiefstand von knapp 13 Prozent. Doch mehr als ein Drittel der rund 3000 Befragten schätzt die Jobsituation weiter kritisch ein. Gleichzeitig stieg das persönliche Einkommen der Bürger im Vergleich Jahr 2009 um durchschnittlich 59 Euro pro Monat auf 1036 Euro. Das persönliche Nettoeinkommen der Leipziger lag damit erstmals über der 1000-Euro-Grenze. Nach wie vor klafft jedoch zwischen Männern und Frauen eine Einkommenslücke von durchschnittlich über 200 Euro.

Positiv fiel in der Studie auf, dass sich die Zufriedenheit der Leipziger insgesamt ebenso verbesserte wie der Blick in die Zukunft – und damit dem Trend der letzten Jahre folgte. „Wir freuen uns sehr, dass sich vor allem jüngere Bürger bis 25 Jahre viel vom Leben erwarten und optimistisch in die Zukunft blicken“, so Bürgermeister Müller. Zufrieden hätten sich die Leipziger vor allem mit den Grünanlagen sowie dem vielfältigen Kulturangebot gezeigt. „Obwohl das Einkommensniveau im Vergleich mit anderen Städten schlechter ist, fühlen sich viele Bürger in unserer Stadt sehr wohl“, sagte Amtsleiterin Schmidt.

„Für uns ist diese Umfrage eine wichtige Rückkopplung“, betonte Müller. Nun werde ausgewertet, wie die Ergebnisse in die Praxis umgesetzt werden könne. Insgesamt waren im Herbst 2010 für die repräsentative Bürgerumfrage 6000 Leipziger im Alter zwischen 18 und 85 Jahren angeschrieben worden. Mehr als die Hälfte der Fragebögen wurde ausgefüllt an die Stadt zurückgeschickt.

Der Bericht zur Bürgerumfrage ist unter www.leipzig.de/buergerumfrage/ online abrufbar und für 15 Euro in gedruckter Form beim Amt für Statistik und Wahlen erhältlich.

Robert Nößler

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