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Lokales Leipziger nehmen Abschied vom Badewannenrennen vor dem Völki
Leipzig Lokales Leipziger nehmen Abschied vom Badewannenrennen vor dem Völki
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19:28 12.07.2015
Zum vorerst letzten Mal sind am Sonntag Freizeitkapitäne beim Badewannrennen vor dem Völkerschlachtdenkmal in See gestochen. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Zuschauerrekorde, feucht-fröhliche Atmosphäre und zeremonielle Verabschiedungsriten: Mit den 23. und letzten Régates de Baquet des soziokulturellen Zentrums Nato hat sich am Sonntag eine „jahrtausendealte Tradition“ aus den Terminkalendern der Leipziger verabschiedet.

„Schade ist es schon, dass das zu Ende geht“, findet Moderator Armin Zarbock, der das Publikum gemeinsam mit Larsen Sechert fünf Jahre durch das Spektakel begleitete. „Aber die Gründe für das Ende sind vielfältig, und die Nato hat natürlich viele andere Projekte.“

Tollkühne Freizeitkapitäne in mäßig schwimmfähigen Gefährten: Zum vorerst letzten Mal begeisterte das Badewannenrennen am Sonntag vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal die Besucher. Fotos: Wofgang Zeyen

Insgesamt acht Teams legen sich also ein letztes Mal ins Zeug, um sich im Bassin des Völkerschlachtdenkmals Ruhm und Ehre zu erpaddeln. In drei Wettbewerben treten die meist schon erfahrenen Freizeitpiraten wie das Team Schwarzes Leipzig mit ihrer „Badewanne des Todes“ gegeneinander an: Kurzsprint, Hindernisfahrt und die Regatta der Nationen geben Aufschluss, wie seetüchtig die selbstgebastelten Gefährte tatsächlich sind.

Schnell zeigen sich dabei die einen oder anderen Konstruktionsschwächen. Aber auch in Sachen Sportlichkeit müssen sich die Mannschaften beweisen – alle Boote werden schließlich mit reiner Muskelkraft betrieben.

Wie überall kommt es beim Badewannenrennen auch auf Äußerlichkeiten an: Die kreativ und liebevoll gestalteten Boote sollen optisch überzeugen. „Wir wollen wieder den Designpreis holen“, zeigt sich das Team „Euterpiraten“ der Veterinärmediziner selbstbewusst. Viel Arbeit steckt immerhin in dem schwarz-weiß-gescheckten Kuhboot. „Über mehrere Wochen haben daran etwa 15 bis 20 Leute gearbeitet.“ Zumindest diese gestalterischen Mühen tragen Früchte: Die Jury verleiht dem Team den ersehnten Designpreis.

Sternburg-Bier-Boot gewinnt Regatta der Nationen

In Sachen Schwimmtauglichkeit überzeugt jedoch gleich zweimal das Team der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur: Die Regatta der Nationen gewinnt die Mannschaft im Sternburg-Bier-Boot ebenso wie das Kombinationsrennen aus Kurzsprint und Hindernisfahrt. Im finalen Wannenstechen können die Hobbypiraten noch ein allerletztes Mal ihre Geschicklichkeit beweisen, dann ist Schluss. Rund zwei Millionen Zuschauer – laut Moderator Zarbock nach wissenschaftlichen Methoden ermittelt – nehmen Abschied vom Leipziger Badewannenrennen.

Tatsächlich mögen es ein paar Tausend sein, die zum letzten Mal vor der imposanten Kulisse das Spektakel verfolgen. Ein bisschen Schwermut jedenfalls liegt sowohl beim Publikum als auch beim Team der Nato in der Luft. Denn, wie Zarbock sagt: „Wer weiß, wann je wieder ein Boot in diesem Becken in See sticht.“

Josephine Heinze

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