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Lokales Leipziger nutzen Amnestieregelung und trennen sich von ihren Waffen
Leipzig Lokales Leipziger nutzen Amnestieregelung und trennen sich von ihren Waffen
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22:47 09.02.2010
17 illegale Schusswaffen wurden bis zum Ende des vergangenen jahres bei der leipziger Polizei abgegeben. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Wer mit seinem Schießeisen nicht gerade vorher eine Bank überfallen oder andere Straftaten verübt hat, musste keinerlei Konsequenzen fürchten.

Nach dem Amoklauf von Winnenden, bei dem ein Schüler mit der Pistole seines Vaters 15 Menschen umbrachte, war das Waffenrecht verschärft worden. Unter anderem drohen nun verdachtsunabhängige Kontrollen der sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition. Ferner soll bis Ende 2012 ein nationales Waffenregister eingeführt werden. Im Zuge des geänderten Gesetzes konnten auch in Sachsen bis Dezember jegliche Waffen ohne Angabe von Gründen und gegebenenfalls auch anonym abgegeben werden.

Einige Leipziger trennten sich auch von Waffen, die sie durchaus hätten behalten können. Schreckschuss- und Signalpistolen beispielsweise. Oder auch Opas altes Luftgewehr, das bei einer Haushaltsauflösung auf dem Dachboden entdeckt wurde. In diesen Fällen scheuten die Besitzer offenbar den Aufwand, den die schärferen Regeln zur Aufbewahrung der Waffen mit sich bringen. Auch gefährliche, aber nicht generell verbotene Gegenstände, wie etwa Messer, wurden abgeliefert. Allein die Polizei sammelte laut Ministerium 98 dieser legalen Waffen ein. Hinzu kamen so genannte verbotene Gegenstände, wie Schlagringe und Wurfsterne sowie 7856 Schuss Munition.

Deutlich weniger Waffenbesitzer aus Leipzig und Umgebung suchten zuständige Waffenbehörden wie zum Beispiel die Landesdirektion auf. Hier wurden gerade mal fünf erlaubnispflichtige Schusswaffen, Gewehre und Pistolen, abgegeben. Hinzu kamen 52 Waffen, für die keine besondere Genehmigungen notwendig sind, ein verbotener Gegenstand und 124 Schuss Munition.

Das Innenministerium äußerte sich nach der Waffensammelaktion zufrieden. Man gehe davon aus, dass damit zumindest ein Großteil der hierzulande illegal kursierenden Waffen aus dem Verkehr gezogen wurde, hieß es. In ganz Sachsen wurden insgesamt 772 Waffen und ähnliche Gegenstände abgegeben, 110 davon waren nicht bei Behörden registriert. Alle Waffen, die abgegeben wurde, sollen nun vernichtet werden. Dabei werde kein Unterschied gemacht, ob die Waffen legal oder illegal sind, so das Innenministerium.

Frank Döring

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