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Lokales Leipziger schließen sich weltweiten Protesten an – Forderung nach mehr Demokratie
Leipzig Lokales Leipziger schließen sich weltweiten Protesten an – Forderung nach mehr Demokratie
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16:00 15.10.2011
Am Samstag demonstrierten etwa 1000 Menschen auf dem Augustusplatz für mehr Demokratie. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Die Protestaktion unter dem Titel „Echte Demokratie!“ war Teil eines weltweiten Aktionstages, der sich als globale Erweiterung der kapitalismuskritischen „Occupy Wall Street“-Proteste in New York und der spanischen Bewegung „Movimiento 15-M” begreift.

Die Veranstaltung in Leipzig war neben diversen Informationsständen lokaler Initiativen und einem musikalischen Unterhaltungsprogramm vor allem durch ein offenes Mikrophon geprägt, über das jeder Teilnehmer Stellung zur aktuellen Gesellschaftssituation und zur Finanzmarktkrise beziehen konnte. Die Redner sprachen sich mehrheitlich für eine verstärkte demokratische Mitbestimmung der Bürger aus und übten harsche Kritik am weltweiten Finanzmarksystem. Manche Redner schlugen in ihren Beiträgen auch Brücken zur Friedlichen Revolution im Herbst 1989 in der Messestadt.

Leipzig. Die Proteste für mehr Demokratie und eine stärkere öffentliche Kontrolle der Finanzmärkte sollen in Leipzig bereits am Montagabend weiter gehen. Wie Mitorganisator Mike Nagler mitteilte, gibt soll es um 19 Uhr die nächste Versammlung geben. Zu einer ersten Kundgebung waren am Samstag nach Veranstalterangaben 2000 Menschen auf den Augustusplatz gekommen.

Besonders großen Anklang fand die Forderung, öffentliche Einrichtungen nicht weiter zu privatisieren, stattdessen Banken einer demokratische Kontrolle zu unterziegen und sie in die öffentliche Hand zu überführen. Wie Veranstalter Mike Nagler gegenüber LVZ-Online sagte, soll die Kundgebung am Samstag Auftakt zu einem regelmäßigen Protest sein. „Wir wollen Druck erzeugen und dafür ist Kontinuität wichtig“, sagte Nagler. Deshalb werde es künftig an jedem Montagabend eine solche Zusammenkunft auf dem Augustplatz geben. Bereits am kommenden Montag soll es um 19 Uhr eine Kundgebung am Mendebrunnen geben.

Wie auch in Leipzig demonstrierten am Samstag in vielen anderen deutschen Städten Kapitalismuskritiker gegen die Macht der Finanzmärkte und für mehr soziale Gerechtigkeit. In Frankfurt am Main zogen etwa 1000 Demonstranten vor den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und riefen „Ihr spekuliert mit unserem Leben“ oder „Ihr verzockt unsere Zukunft“. In Berlin demonstrierten mehrere tausend Menschen vor dem Kanzleramt.

Matthias Puppe

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