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Leipziger sind die gesündesten Sachsen

DAK-Report Leipziger sind die gesündesten Sachsen

Die gesündesten Sachsen leben in Leipzig. Das geht aus dem aktuellen Report der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor. Sie zählt zu den größten der Branche, hat allein in Leipzig rund 27000 Versicherte.

Laut jüngstem DAK-Report sind die Leipziger zwar die gesündesten Sachsen, allerdings nahm hier wie anderswo auch die Zahl der von Schlafstörungen Geplagten enorm zu.

Quelle: dpa

Leipzig. Jährlich werten die Krankenkassen den Gesundheitszustand ihrer Versicherten aus. Die DAK-Gesundheit als eine der größten Kassen bundesweit hat das jetzt auch wieder gemacht, inklusive einer Extra-Analyse zu einzelnen Ländern und Kommunen. So auch für Leipzig, wo die DAK rund 27 000 Versicherte zählt. Hauptfazit des jüngsten Reports, der auf Datenmaterial von 2016 beruht: Die gesündesten Sachsen leben in Leipzig.

„Die Ausfalltage aufgrund einer Erkrankung nahmen hier im Vergleich zum Jahr davor leicht ab. Mit vier Prozent hatte die Messestadt den geringsten Krankenstand in Sachsen. Der Landesdurchschnitt lag vergleichsweise bei 4,5 Prozent“, so die hiesige DAK-Chefin Annett Weber. „Somit waren an jedem Tag des Vorjahres von 1000 Arbeitnehmern in Leipzig 40 krankgeschrieben.“ Am häufigsten „Kasse gemacht“ worden sei im Freistaat hingegen in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen (5,2 Prozent).

Im Detail betrachtet zeige sich allerdings auch, dass wenn, dann insbesondere wieder mal Muskel-Skelett-Erkrankungen die Messestädter außer Gefecht setzten und – im Vergleich zu 2015 – zu sechs Prozent mehr Arbeitsausfällen geführt haben. „Rückenschmerzen und Co. sorgten damit für jeden fünften Ausfalltag und führten die Liste der häufigsten Erkrankungen an“, so Weber.

Die Fehlzeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen, zu denen Angstzustände und Depressionen zählen, habe allerdings auch beachtlich zugenommen, fügt sie hinzu. „Mit einem Anteil von fast 19 Prozent am gesamten Krankenstand belegt diese Diagnose nun den zweiten Rang. Es folgen mit beinahe gleich hohem Anteil Atemwegserkrankungen – beispielsweise Bronchitis – auf Platz drei.“ Allerdings seien hier wiederum die Fehlzeiten ebenso wie die aufgrund von Verletzungen rückläufig.

„Wir informieren nicht nur regelmäßig über den Krankenstand der Stadt Leipzig, sondern schauen auch auf wichtige Einflussfaktoren für Erkrankungen“, meint Weber überdies. Solche Analysen würden helfen, etwa noch gezielter beim betrieblichen Gesundheitsmanagement anzusetzen. Im aktuellen DAK-Report nun nahm man da auch mal gezielt Ursachen und Risikofaktoren für „Schlafstörungen“ unter die Lupe. Dafür wertete das Iges Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Sachsen aus. Die Ergebnisse wurden mit einer DAK-Untersuchung von 2010 verglichen. Ein Fazit: 71 Prozent der Erwerbstätigen im Freistaat – und laut Weber lasse sich das so auch für Leipzig sagen – berichteten von Schlafstörungen. Seit 2010 sei damit der Anteil der von mangelndem Nachtschlaf betroffenen 35- bis 65-jährigen Beschäftigten um 57 Prozent gestiegen. „Schwere Schlafstörungen“ hätten seither gar um satte 113 Prozent zugenommen. Jeder zehnte Arbeitnehmer sei dementsprechend tags drauf dann völlig knülle. Die Fehlzeiten aus diesem Grund hätten sich in den letzten Jahren auf gut zwei Tage je 100 Versicherter summiert und damit fast verdreifacht, so Weber.

Als Ursache für derartige Probleme hat der Report für die hiesigen Gefilde nicht zuletzt diverse Arbeitsbedingungen ausgemacht: Menschen etwa, die oft an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit arbeiteten; starker Termin- und Leistungsdruck; Überstunden sowie Nachtschichten und ständige Erreichbarkeit nach Feierabend. Viele würden sich aber auch selbst eines erholsamen Schlafs berauben, so Weber. Laut der jüngsten DAK-Studie schauen 83 Prozent der Erwerbstätigen vor dem Einschlafen Filme und Serien, 71 Prozent erledigen abends private Angelegenheiten an Laptop oder Smartphone. Etwa jeder sechste Sachse kümmere sich noch um dienstliche Dinge. „Viele Leute haben nachts das Smartphone an der Steckdose, können aber ihre eigenen Akkus nicht mehr aufladen“, bringt es Weber auf den Punkt. Ihre Kasse jedenfalls biete ihren Versicherten ab sofort eine spezielle Beratung an: Eine neue, rund um die Uhr erreichbare Hotline unter der Nummer 040 325 325 805, wo Mediziner individuell Hinweise rund ums Schlafen geben. Im Internet gebe es zudem ein um­fangreiches „Schlaf-Special“ unter www.dak.de/schlaf.

Von Angelika Raulien

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