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Lokales Leipziger wollen Spätis behalten
Leipzig Lokales Leipziger wollen Spätis behalten
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09:16 08.07.2016
Die überwiegende Mehrheit der Leipziger sieht die sogenannten Spätis als Teil der Lebenskultur. Quelle: Knofe
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Leipzig

Die überwiegende Mehrheit der Leipziger sieht die sogenannten Spätis als Teil der Lebenskultur. In einer Onlineumfrage von LVZ.de sprachen sich 82 Prozent für den Erhalt der kleinen Läden aus. Neun Prozent meinten hingegen, dass sich auch die Spätverkaufsstellen an die gesetzlichen Öffnungszeiten zu halten haben. Den restlichen neun Prozent sind die kleinen Läden egal, da sie deren Angebot nicht nutzen. Insgesamt nahmen bis Donnerstag um 20 Uhr über 1700 Menschen an der Umfrage teil. In einer Telefonumfrage der LVZ zu dem Thema sprachen sich zudem über 58 Prozent der Anrufer für verlängerte Öffnungszeiten der Spätis aus.

Sollten Spätverkäufe in Leipzig länger als 22 Uhr öffnen dürfen?

Kein Bier mehr nach 22 Uhr? Das Ordnungsamt kontrolliert derzeit verstärkt die Öffnungszeiten von Spätis in Leipzig und pocht auf die Einhaltung des Ladenöffnungszeitengesetz.

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Kontrollen des Leipziger Ordnungsamtes bei Spätverkaufsstellen hatten in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Dabei stellte das Ordnungsamt nach eigenen Angaben sechs Verstöße fest, die betroffenen Läden wurden daraufhin auf die gesetzlichen Öffnungszeiten hingewiesen. Unterdessen schalteten sich auch die Stadtratsfraktionen der Linken und der SPD in die Diskussion um die Öffnungszeiten für Spätis ein. Sören Pellmann (Linke) stellte in Reaktion auf einen LVZ-Artikel zu den Spätis einen Fragenkatalog an die Stadtverwaltung. Darin will Pellmann unter anderem wissen, worin „sich der der offensichtliche Kurswechsel der Stadtverwaltung, nunmehr stärkere Kontrollen durchführen zu wollen“, begründet. Auch fragt er nach möglichen Varianten, durch die Spätis weiterhin nach 22 Uhr geöffnet haben könnten.

Die Stadtratsfraktion der SPD meldete sich ebenfalls zu Wort. „Wir werden unsere Abgeordneten des Sächsischen Landtags auf das Problem aufmerksam machen und vorschlagen, das Ladenschlussgesetz in Sachsen anzupassen“, so der wirtschaftspolitische Sprecher Heiko Bär.

Sprutzbude-Inhaber: Hohe Einbußen

Ausgelöst hatte die Diskussion um die Spätis unter anderem ein Facebook-Beitrag von Sebastian Schott bei, Inhaber der Sprutzbude in der Holsteineinstraße in Reudnitz. Wie er gegenüber LVZ.de sagte, hatte das Ordnungsamt Ende Juni seine Öffnungszeiten kontrolliert und dabei Verstöße gegen das Ladenöffnungsgesetz festgestellt. „Daraufhin habe wir Post von der Behörde bekommen, mit der Aufforderung, uns an die gesetzlichen Öffnungszeiten zu halten“, so Schott.

Seitdem schließe er seinen Laden immer schon pünktlich um 22 Uhr, sonntags hat er ganz geschlossen. Zwar sei ein weiteres Gespräch mit dem Ordnungsamt produktiv verlaufen, trotzdem stehe eine Geldstrafe im Raum, falls er sich nicht an die gesetzlichen Öffnungszeiten hält. Die will Schott auf keinen Fall riskieren. „Da geht es um 5000 bis 15.000 Euro“, sagt er. Aufgeben will er trotzdem nicht und plant nun eine Online-Petition, auch mit Landtagsabgeordneten hat er bereits über das Problem gesprochen. Kürzere Öffnungszeiten bedeuten für ihn weniger Umsatz. Auch seine Kunden seien erbost über Kontrollen des Ordnungsamtes: „Die haben uns ihre Unterstützung zugesagt“, so Schott.

luc

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