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Leipziger wollen historische Leuchtreklame „Mein Leipzig lob’ ich mir“ zurück

Leipziger wollen historische Leuchtreklame „Mein Leipzig lob’ ich mir“ zurück

Goethe darf nicht leuchten, und das bringt so manche Leipziger in Harnisch. Viele sehen ihre Stadt durch den berühmten Dichter-Spruch bestens repräsentiert – und wollen die historische Leuchtreklame bald wieder auf den Höfen am Brühl sehen.

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Bis 2007 stand die Leuchtreklame "Mein Leipzig lob ich mir" auf den Wohnblöcken am Brühl.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Weil das Marriott-Hotel eine Störung seiner Gäste befürchtet, darf diese vorerst nicht zurückkehren. Bei einer Umfrage in der City gab es aber auch Stimmen, die Verständnis für die Haltung des Hotels zeigten.

Umfrage von Amélie Middelberg:

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Leipzig. Der Konflikt um die bekannte Leipziger Leuchtwerbung „Mein Leipzig lob’ ich mir“, die auf den Dächern der Höfe am Brühl angebracht werden soll, erreichte am Mittwoch seinen vorläufigen Höhepunkt. Kläger, Stadt und Gericht trafen sich zum Besichtigungstermin in der Innenstadt, konnten sich jedoch nicht einigen. Nun wird es weitere Verhandlungen vor Gericht geben.

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Auf LVZ-Online wird das Thema heiß diskutiert. Ein Tenor: Die starre Haltung des Marriott-Hotels sei in Leipzig selbst keine gute Werbung für die Nobelherberge. Ein Nutzer gibt mit Blick auf die berühmte Leuchtreklame zu bedenken: „Viele kommen nach Leipzig, um genau diese Details zu sehen.“ Andere sehen die Verantwortung bei dem Investor der Höfe am Brühl. Dieser sollte den denkmalgeschützten Schriftzug so anbringen lassen, dass er vom Tröndlinring und der Gerberstraße aus zu sehen sei.

Manfred Blankenburg (87) bekennt sich am LVZ-Lesertelefon klipp und klar zum berühmten Goethe-Hingucker: „Der muss wieder drauf.“ Der Großpösnaer wünscht sich in diesem Zusammenhang, dass an den alten Ruf „Wir sind das Volk“ gedacht wird und der Bürgerwunsch berücksichtigt wird.

In einer Erklärung der Ratsfraktion „Die Linke“ erinnert Siegfried Schlegel am Freitag daran, dass die Willkommens- und Goethe-Leuchtreklame „zwingender Bestandteil des städtebaulichen Vertrages der Höfe am Brühl“ sei. Der Fraktionssprecher für Stadtentwicklung bezeichnete die ablehnende Haltung des Marriott-Hotels außerdem als „Attacke auf die Visitenkarte Leipzig“.

Denkmalschützer: DDR-Werbungen erzählen Geschichten

Leipzig-Kenner und Denkmalpfleger Wolfgang Hocquél sagt auf Anfrage der LVZ, dass er den Streit um die Goethe-Leuchtreklame „ziemlich kindisch“ finde. Erstens werde sie ja zu nächtlicher Stunde ausgeschaltet, zweitens müsse man mit Bleibe in der sowieso meist hellen Stadt die Vorhänge zuziehen. Die Reklame selbst hält Hocquél „für absolut erhaltenswert“, nicht ohne Grund stünde sie doch unter Denkmalschutz.

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Die Leipziger Löffelfamilie.

Quelle: André Kempner

Auch weitere Leuchtwerbung aus DDR-Zeiten sei es wert, gepflegt zu werden. Mit der Zündkerze, die im Bildermuseum hängt, sei das schon so gut gelungen wie mit der Löffelfamilie in der Karl-Liebknecht-Straße. Erhalten werden müsse aber auch die Werbung am ehemaligen Haus des Leipziger Kommissions- und Großbuchhandels.

Hocquél: „Viele Leuchtreklamen aus DDR-Zeiten sind deswegen erhaltenswert, weil sie nicht nur werben, sondern Geschichten erzählen. Vor allem im Leipzig der 1960er- und 1970er-Jahre wurden sehr schöne und individuell gestaltete Werbungen geschaffen.“

lyn/kefö/tom

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