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Lokales Leipzigerin sägt am Stuhl von ZDF-Moderator Lanz – bereits mehr als 150.000 Unterstützer
Leipzig Lokales Leipzigerin sägt am Stuhl von ZDF-Moderator Lanz – bereits mehr als 150.000 Unterstützer
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22:14 23.01.2014
Maren Müller will mit ihrer Online-Petition ZDF-Moderator Markus Lanz zu Fall bringen. Quelle: Privat
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Leipzig

Und das mit überwältigender Resonanz. Tausende Menschen in der ganzen Republik unterstützen die Messestädterin bei ihrer Forderung: „Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!“

Auslöser für Müllers inzwischen mehr als

150.000 Mal gezeichnete Online-Petition

war Lanz’ Talk-Sendung vom 16. Januar 2014. Der Moderator hatte hier unter anderem Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht eingeladen und nahm sie in bekannter Art und Weise in die Mangel. Wagenknecht – von Lanz als „schönste Linke aller Zeiten“ eingeführt – wurde während ihrer Aussagen unaufhörlich attackiert, konnte dabei eigene Sätze kaum beenden.  Diese Gesprächsführung ließ Maren Müller erzürnen: „Ich finde es einfach empörend, wie Markus Lanz die Frau in die Mangel genommen hat. Er lässt einfach keine gegenteiligen Meinungen zu“, sagte die 54-Jährige gegenüber LVZ-Online.

Der ZDF-Moderator habe keine Achtung vor seinen Gästen, lautet ihr Vorwurf. Wie Müller weiter berichtet, sei ihr das auch schon in der Vergangenheit aufgefallen. „So führt sich kein Jauch auf, so sind auch die Mädels aus den anderen Talksendungen nicht. Bei Lanz ist einfach kein Niveau drin“, findet die Leipzigerin, die bis vor kurzem noch selbst Mitglied der Linkspartei war. Am 17. Januar startete Maren Müller deshalb ihre Petition im Internet mit der Forderung, dass das ZDF sich vom Moderator trennen solle. Auch flankiert von weiteren kritischen Stimmen im Netz, wie etwa ein

minutiöses Gesprächsprotokoll von Medienjournalist Stefan Niggemeier

, verbreitete sich Müllers Petition wie ein Lauffeuer – auch in Berlin, Hamburg, München und Co.

ZDF-Moderator Markus Lanz (Archivfoto) Quelle: dpa

Inzwischen wächst Maren Müller die Resonanz allerdings fast über den Kopf. Vor allem die Kommentarfunktion auf der Petitionsseite bereitet ihr zunehmend Sorgen. „Ich komme hier kaum noch mit der Moderation hinterher, muss auch viele Meinungen löschen, weil sie gegen die Netiquette verstoßen“, sagte die 54-Jährige. Am kommenden Wochenende will sie mit Freunden beraten, ob sie der eigentlich noch fast zwei monatigen Zeichnungsfrist vorzeitig ein Ende bereiten muss.

Ein Extrakt der aussagekräftigsten Kommentare hat die Leipzigerin auch bereits an die ZDF-Zuschauerredaktion geschickt. Eine Reaktion gab es bisher allerdings nicht. Vielleicht auch, weil eine erste Stellungnahme des Senders auf die Kritik gründlich daneben ging. So hieß es in einem Statement, Frau Wagenknecht habe nicht den Eindruck erweckt, dass sie ihre Position nicht ausreichend darlegen konnte. Die Linken-Politikerin reagierte nun ebenfalls: „Liebes ZDF, nach dem breiten Protest gegen Markus Lanz´ Gesprächsstil zu behaupten, ich sei zufrieden gewesen, ist doch etwas arg frech.“ Inzwischen hat sich der Sender zumindest dafür entschuldigt.

Matthias Puppe

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