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Lokales Leipzigs Bau-Hotspots im neuen Jahr: Der Burgplatz wird komplett verwandelt
Leipzig Lokales Leipzigs Bau-Hotspots im neuen Jahr: Der Burgplatz wird komplett verwandelt
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00:27 13.01.2016
Spätestens im Februar will der Grundstückseigentümer die Entwürfe für den Neubau anstelle des Burgplatzloches veröffentlichen. Künftig gibt es direkt am Burgplatz vier Restaurants.  Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

2016 wird ein Jahr des Bauens in Leipzig. Da ist sich Jochem Lunebach, der Leiter des Stadtplanungsamtes, sicher. Neben Schulen und Kitas werde vor allem beim Errichten neuer Wohnungen viel geschehen – das sei angesichts der stetig wachsenden Einwohnerzahlen auch dringend nötig. 2013 wurden 1440, im Jahr darauf nur noch 1060 Wohnungen fertiggestellt. Für 2015 liegt die Statistik noch nicht vor, jedoch erwartet der Fachmann einen deutlichen Anstieg, der in diesem Jahr noch mal getoppt werden könnte. Fünf Schwerpunkte sieht Lunebach beim Baugeschehen in den kommenden Monaten.

Innenstadt

Für die Sanierung der Hauptpost wurde soeben der Fußweg im Grimmaischen Steinweg gesperrt. Sechs neue Hotels mit 850 Zimmern werden 2016 eröffnet, für noch ein halbes Dutzend soll der Bau starten. Dem 20 Jahre alten Burgplatzloch geht es endlich an den Kragen (die LVZ berichtete exklusiv). „Es ist beabsichtigt, auf dem unbebauten Grundstück nun einen Gebäudekomplex für Einzelhandel und gehobene Hotelnutzung zu errichten“, so die Petersbogen Burgplatz GmbH als Eigentümer. Spätestens im Februar sollen die Architekturentwürfe für den Neubau, der am Burgplatz ein Restaurant erhält, vorgestellt werden. Gleich nebenan bekommt auch das Merkurhaus eine Gastronomie-Fläche, so dass der bislang triste Platz bald vier Restaurants (mit Ratskeller und Italiener) und mehrere Freisitze zählt. Wichtig in der City werden in diesem Jahr außerdem: die Umwandlung von Löwen-Apotheke und Petershof, der Baustart des letzten Museumswinkels am Brühl, die Eröffnung Primark-Haus.

Zentrum Ost

An der Querstraße wurde gerade mit dem Bau von 98 Wohnungen anstelle des früheren Thiemes Hof begonnen. An der Wintergartenstraße startet die kommunale LWB in diesem Jahr ein Vorhaben mit 98 Wohnungen. Erste Arbeiten sind auch beim Großprojekt mit 185 Wohnungen, zwei Hotels und viel Gewerbe auf dem Krystallpalast-Areal zu erwarten. Ebenso östlich des Hauptbahnhofs, wo zwei Hotels und ein Parkhaus samt Fernbus-Bahnhof entstehen. Für mehrere weitere Brachflächen in dem Gebiet, das die letzten Jahrzehnte kaum noch als Stadtgefüge wahrnehmbar war, laufen Projektentwicklungen, erläutert Lunebach. „Lange wollte im Inneren Osten niemand der Erste sein. Jetzt ist der Knoten geplatzt, Leipzig holt sich dort in naher Zukunft fast einen ganzen Stadtteil zurück.“ So gebe es auch Pläne für den Bereich zwischen Telekom-Zentrale und OBI-Markt an der Brandenburger Straße. In der Salomonstraße wird schon an 159 neuen Wohnungen in den Schumanns Gärten gearbeitet.

Lindenauer Hafen

Die Flaute bei der Vermarktung der Baugrundstücke ist vorbei. Im Frühjahr will die TOK Projektbau GmbH den ersten Spatenstich für das allererste Haus (22 Wohnungen und ein Bäcker mit Café und Freisitz) im künftigen Hafenviertel setzen. Gut möglich, dass dieses Jahr noch drei oder vier weitere Investoren Bagger vorfahren lassen. Auch die ersten sechs Selbstnutzer-Häuser sollen zeitnah entstehen. Die Stadt schreibt aktuell drei weitere große Areale zum Verkauf aus, kommt so ihrem Ziel näher, insgesamt 500 Wohnungen, viel maritimes Gewerbe und eine Kita mit 105 Plätzen zu schaffen.

Gohlis-Nord/Möckern

Die LE Quartier 1 GmbH will in Kürze mit dem Bau von 93 Wohnungen plus Parkhaus an der Max-Liebermann-Straße (zwischen Bremer Straße und Stadion) loslegen. Dahinter plant der Baukonzern NCC, einen Mehrgeschosser mit 70 Wohnungen hochzuziehen. Ebenfalls an der Max-Liebermann-Straße – aber schon auf Möckerner Flur – werden zwei Sechsgeschosser mit Wohnungen und ein Pflegeheim mit 127 Zimmern fertig. Noch ein Stück weiter schreitet die Sanierung gründerzeitlicher Kasernen voran: Im Parc du soleil und der König-Albert-Residenz entstehen Hunderte Wohnungen.

Prager Straße/Alte Messe

Gleich neben dem jüngst fertiggestellten LKG-Karree an der Prager Straße verwandelt die CG-Gruppe als nächsten Coup das frühere Technische Rathaus zu 320 Wohnungen. Am Abzweig zur Mühlstraße startet noch ein Großprojekt: mit 427 Studentenapartments. „Die ganze Magistrale wird in fünf bis acht Jahren wieder komplett gefasst sein“, prophezeit Lunebach. „Nach der Wende wurden auf den vielen Brachflächen dort nur Büros gebaut, jetzt wird es ein Wohnstandort.“ Auch die Alte Messe erlebt 2016 einen Boom. Zweiradhändler Stadler saniert die Halle 15. Der Sowjetpavillon wird für das Stadtarchiv hergerichtet. Eine Kombination aus Schule und Kita entsteht neben der Soccer-World. Sogar die Ansiedlung eines Baumarkts ist wieder im Gespräch – und ein Neubau für das Biodiversitätsforschungszentrum (Idiv) fest versprochen.

Von Jens Rometsch

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