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Lokales Leipzigs Baubürgermeisterin Dubrau stören Fernbusse in der Innenstadt
Leipzig Lokales Leipzigs Baubürgermeisterin Dubrau stören Fernbusse in der Innenstadt
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23:00 15.01.2014
In der Leipziger Goethestraße reiht sich Fernbus an Fernbus. Die Alternative zum Reisen per Zug oder Auto wird immer beliebter. Quelle: Volkmar Heinz

Die parteilose Politikerin will sie am liebsten aus der Innenstadt verbannen.

Das stellte Dubrau auf einer Podiumsdiskussion zum Wirtschaftsverkehr klar, zu der der Verkehrs- und Logistikausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) Unternehmer eingeladen hatte. Eines der zentralen Themen waren die Fernbusse, von denen immer mehr auch Leipzig ansteuern.

"Wir sollten sie nicht schlechtreden", sagte IHK-Geschäftsführerin Rita Fleischer. "Zum Individualverkehr sind Fernbusse immer noch das bessere Mittel der Wahl." Die Haltestellen in der Goethestraße sind nach den Worten von Frank Hahn, IHK-Referent für Regionale Standortpolitik, aber nicht optimal. Der Fernverkehr müsse sich dort wegen Bauarbeiten in der Richard-Wagner-Straße die Stellflächen mit Bussen für Stadtrundfahrten teilen. "Wir brauchen eine Lösung", forderte Hahn, "eine Anfahrtsstelle, die auch Schnittstelle zum öffentlichen Personennahverkehr ist."

"Das muss ja nicht in der Innenstadt sein", meinte die Baubürgermeisterin. Aus ökologischen Gründen sieht Dubrau das Wachstum des Fernbusverkehrs sehr kritisch. Sie favorisiert für ihn einen Haltepunkt am Stadtrand, etwa an der Neuen Messe. Dubrau: "Von dort ist man mit der Straßenbahn auch in einer Viertelstunde in der Stadt."

Wöchentlich bieten die 40 Betreiber von Fernverkehrsbuslinien in Deutschland 5100 Fahrten an. Die Zahl der Strecken hat sich 2013 laut Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer verdreifacht. Zu den größten Anbietern zählen Mein Fernbus, die Deutsche Bahn, Flixbus und der ADAC Postbus. Von Leipzig bestehen unter anderem Verbindungen nach Berlin, Frankfurt/Main, München und Dresden.

Seit zwei Jahren verhandeln Stadt und Bahn schon über die Einrichtung eines neuen zentralen Busparkplatzes an der Westseite der Hauptbahnhofes, wo wegen des City-Tunnels die Bahnsteige 1 bis 5 verschwinden mussten. "Ich hoffe, wir kommen hier zu einer Lösung", so Dubrau. Der Parkplatz wäre jedoch nur dem Stadt- und Touristikverkehr, nicht aber dem Fernverkehr vorbehalten. Wie berichtet, ist der gegenwärtige Busparkplatz auf der Ostseite des Bahnhofes seit dem Verkauf des Grundstücks durch die Bahn nur noch Zwischenlösung. "Wir zahlen da eine wahnsinnig hohe Miete", sagte Dubrau. Die Transportunternehmen nutzen ihn jedoch gratis. Der Eigentümer hatte vor zwei Jahren 11 333 Euro pro Monat von der Stadt gefordert (die LVZ berichtete).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.01.2014

Staeubert, Klaus

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