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Leipzigs Bauprimus gibt unter neuem Namen Instone weiter Gas

750 Wohnungen im Bau Leipzigs Bauprimus gibt unter neuem Namen Instone weiter Gas

Der Bauprojektentwickler GRK Holding hat pünktlich umgeflaggt. Statt in Orange-Schwarz leuchten die Fahnen an der Firmenzentrale in der Wächterstraße nun in Blau-Weiß. Dazu steht überall der neue Name: Instone Real Estate. Aktuell errichtet das Unternehmen allein in Leipzig 750 Wohnungen.

Den Stil der historischen Klinkerbauten in der Heeresbäckerei an der Olbrichtstraße sollen auch die daneben geplanten Neubauten aufnehmen. Im Spätsommer 2017 will Instone das Großprojekt mit rund 350 Wohnungen starten.

Quelle: Homuth-Architekten

Leipzig. Der Leipziger Bauprojektentwickler GRK Holding hat pünktlich umgeflaggt. Statt in Orange-Schwarz leuchten die Fahnen an der Firmenzentrale in der Wächterstraße nun in Blau-Weiß. Dazu steht überall der neue Name: Instone Real Estate. Geschäftsführer Torsten Kracht betont, dass sich durch den Zusammenschluss mit dem Bauträger Formart (gehörte einst zu Hochtief) aus Leipziger Sicht nicht all zuviel ändern werde. Zwar befinde sich der Instone-Hauptsitz nun in Essen. Doch Leipzig habe unter den bundesweit neun Standorten besonderes Gewicht. „Durch den einheitlichen Marktauftritt und die Nutzung von Synergien soll einer der erfolgreichsten Projektentwickler in Deutschland entstehen“, sagt er.

Zum Beispiel hätten die 55 Mitarbeiter aus der Wächterstraße schon wesentlich zu einem Vorhaben in Ulm beigetragen. Dort wird jetzt die 1909 errichtete Uniklinik am Safranberg in eine Wohnanlage verwandelt. Mit solchen denkmalgerechten Sanierungen kennt sich kaum jemand besser aus als das 1991 durch Ex-Rennfahrer Steffen Göpel an der Pleiße gegründete Unternehmen. In Leipzig hat GRK seitdem rund 5000 Wohnungen fertiggestellt. Letzten Herbst bekam das Unternehmen zum fünften Mal den Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege: diesmal für die vorbildliche Sanierung der Art-déco-Anlage Tilia-Carré I und II in Eutritzsch.

Formart sei vor allem im Neubau zu Hause, betreue dort derzeit ein Projektvolumen von zwei Milliarden Euro, erläutert Göpel. „Das ergänzt sich hervorragend.“ Inzwischen spiele aber auch das Thema Altbausanierung in den westlichen Bundesländern eine immer größere Rolle, während es in den Wachstumsstädten des Ostens dafür kaum noch Objekte gebe. Mit rund 100 Millionen Euro pro Jahr bleibe die Investitionssumme in Leipzig aber vorläufig unverändert. „Der Anteil der Neubauten nimmt dabei absehbar zu.“

So sollen im Spätsommer 2017 die Bauarbeiten in der früheren Heeresbäckerei in Möckern beginnen. Dort entstehen 245 Wohnungen im Altbau und 102 Wohnungen im Neubau. „Der Stadtrat hat gerade den Bebauungsplan beschlossen“, freut sich Kracht. Rings um eine ausgedehnte Grünanlage könnten im Jahr 2019 etliche Familien, Singles und Senioren einziehen. „Es wird ein bunt gemischtes Quartier. Uns war es immer wichtig, Wohnraum in allen Stadtteilen und für alle sozialen Schichten zu schaffen.“ Weil die Neubauten teils über den Tiefgaragen mit 288 Stellplätzen hochgezogen werden, verteilen sich die Fertigstellungstermine auf das ganze Jahr 2019. „Wir versuchen, alles möglichst zeitgleich abzuwickeln, um den Mietern den Baustellenlärm zu ersparen.“

Zu den rund 750 Wohnungen, die Instone aktuell in der Messestadt herrichtet, gehören 65 in den historischen Stahmelner Mühlenwerken (Fertigstellung 2018).

In zwei Monaten soll das Gohlis-Carré mit 168 Wohnungen abgeschlossen werden. Neben den Dreißigerjahrbauten, die zum Großteil schon bezogen sind, schließt Instone in diesem Ensemble an der Otto-Adam-, Wilhelm-Plesse- und Virchowstraße gegenwärtig noch eine Kriegslücke: mit einem dazu passenden Neubau.

Für die früheren Kasernenhäuser im Gohliser Quartier „Siebengrün“ will das Unternehmen bis November den Schlussstein setzen. 23 Wohnungen und Stadthäuser entstehen dort aus einer alten Reithalle. Zuletzt hatte die Bundeswehr diese Halle zum Fußballspielen genutzt.

Kürzlich begonnen hat die Sanierung vom Königsbau und einer Fabrikhalle in den früheren Bleichertwerken an der Lützowstraße. Daraus werden 80 Wohnungen mit großen Lichthöfen in den Gebäuden.

Nur ein Stück weiter an der Renkwitzstraße sollen noch dieses Jahr 50 Wohnungen in Häusern fertig werden, die mit kleinen Vorgärten an den Viktorianischen Stil erinnern. In der Thüringer Straße – gleich neben den Kunstgalerien auf dem Spinnereigelände – wurden mittlerweile 60 von insgesamt 76 Wohnungen geschafft.

Sehr aufwendig war die Umwandlung der früheren „Großbuchbinderei Heinrich Sperlich“ in der Oststraße 24, fährt Kracht fort. Mitsamt der neuen Tiefgarage im Hof und 85 Wohnungen werde aber auch dieser Fünfgeschosser in Reudnitz im August fertig. Und Dank des reichen Fassadenschmucks sicher eine Augenweide sein.

Nächstes Jahr wolle Instone dann das bisher größte Einzelvorhaben in Leipzig starten. Im seit langem leerstehenden Krankenhaus Dösen seien etwa 600 Wohnungen (Sanierungen und Neubauten), eine Kita und ein Nahversorger geplant.

Das bekannte Kürzel GRK verschwindet übrigens nicht aus Leipzig. Die Hausverwaltung gleichen Namens (mit 60 Mitarbeitern) führt Firmenchef Göpel separat weiter. Unabhängig von Instone errichtet er gegenwärtig noch ein Haus mit 50 Wohnungen in der Nonnenstraße 13 – es erhält eine kleine Marina an der Weißen Elster, ergänzt das benachbarte Venezia-Quartier. „Trotz schwieriger Gründungssituation konnte der Rohbau nun beginnen.“

Natürlich würden auch die GRK Golf Charity Masters fortgesetzt, versichert er. Die inzwischen zehnte Ausgabe steigt am 19. August auf dem Golfplatz in Machern, wobei sich wieder eine Spendengala mit vielen Prominenten im Westin-Hotel anschließt. Bislang kamen dabei 6,95 Millionen Euro für gute Zwecke zusammen.

Von Jens Rometsch

Leipzig 51.3396955 12.3730747
Leipzig
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