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Leipzigs Freibäder vermelden erste Rekorde

Heiße Zahlen Leipzigs Freibäder vermelden erste Rekorde

Die leichte Erhöhung der Eintrittspreise hält die Besucher nicht von den Bädern fern. Die Bestreibergesellschaft Sportbäder Leipzig nutzt derweil die Sommerpause um in der Schwimmhalle Hans-Driesch-Straße vieles zu reparieren.

Azubi Mandy Knaack im Schreberbad in Leipzig

Quelle: André Kempner

Leipzig. Das wird ein heißes Wochenende. Auch Leipzigs Freibäder hoffen auf viele Gäste, die bei der Sommerhitze abtauchen wollen und sich ein schattiges Plätzchen suchen. Nach einem verhaltenen Beginn können sie die ersten Besucherrekorde vermelden. 3111 Gäste zog es am 5. Juli ins Schreberbad, 1697 am gleichen Tag ins Freibad Südost. Der 4. Juli war für Sommerbad Schönefeld mit 2434 Gästen und für das Freibad Kleinzschocher mit 2769 Besuchern der bislang stärkste Tag. „Die Seen sind für uns eine Konkurrenz. Wir versuchen, mit Sicherheit zu punkten“, sagt Joachim Helwing, der Geschäftsführer der Sportbäder Leipzig GmbH, die im Auftrag der Stadt acht Schwimmhallen und fünf Freibäder betreibt.

Eins ist in diesem Sommer zu – das Ökobad Lindenthal, in dem der Teich gereinigt, Steg und Rutschen erneuert sowie Wasser und Pflanzen ersetzt werden müssen. Helwing freut es, dass das rekonstruierte Freibad in Stötteritz bestens angenommen wird. Daran ändert auch nichts, dass die Sportbäder Leipzig GmbH in dieser Saison die Preise pro Tageskarte von 3,70 Euro auf 4 Euro leicht angehoben hat. „Darauf gab es wenige Reaktionen. Die Leute haben durchaus Verständnis. Zumal Gäste von außerhalb erzählen, dass es bei ihnen viel teurer ist“, sagt Thomas Podegun, der das Schreberbad leitet. Beliebt sind dort die Frühbadestunden am Dienstag und Donnerstag. Vor der Arbeit kommen Leute mit Aktentasche und Badehose, um schnell ein paar Runden zu schwimmen.

Eine die aufpasst, damit nichts passiert, ist Mandy Knaack. Die 21-Jährige hat gerade ihre Ausbildung als Fachangestellte für Bäderbetriebe glänzend absolviert und dafür ein Begabten-Stipendium vom Freistaat Sachsen erhalten. Das wird in den nächsten drei Jahren für sinnvolle Weiterbildung ausgegeben, etwa um Babykurse zu leiten. Wie stellt sie sich ihre Zukunft vor? „Ich bin jung und wissbegierig. Mal sehen, was die Zeit bringt“, sagt die junge Frau. Und Helwing lässt keinen Zweifel dran, dass er gut ausgebildeten Nachwuchs im Unternehmen halten will.

Das kann finanziell zwar nicht aus dem Vollen schöpfen, was jüngst zum Konflikt mit der Gewerkschaft Verdi geführt hat. Sie fordert nach Ende des Haustarifvertrages mehr Geld für die Beschäftigen. Dabei wurde nun offenbar eine Einigung erzielt. „Wir haben einen Kompromiss ausgehandelt“, sagt Helwing: „Zu Details kann ich mich aber nicht äußern, solange der Vertrag nicht unterschrieben ist.“

Die Sportbäder GmbH beschäftigt 72 Festangestellte. Für die Freibadesaison kommen 25 bis 30 Teilzeitkräfte sowie sechs Rettungsschwimmer hinzu. Letztere zu finden, wird allerdings immer schwieriger. „Da haben wir zum Glück einen Leipzig-Bonus mit einer attraktiven Stadt. Andere haben weitaus mehr Probleme, geeignetes Personal zu finden“, so der Geschäftsführer. Die Saisonkräfte besitzen Arbeitszeitkonten. Dadurch können sie an regnerischen Tagen früher gehen, um bei Hitze-Andrang mal länger zu bleiben. „Wir achten streng darauf, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Der Zoll kontrolliert das“, so Badleiter Podegun.

Wenn im kommenden Jahr das Ökobad Lindenthal wieder öffnet, sind die großen Sanierungen an den Leipziger Freibädern abgeschlossen. Dann wird eine Zeit lang nur noch Geld für notwendige Reparaturen ausgegeben. Die Sportbäder widmen sich derweil einer anderen Baustelle: ihren Schwimmhallen, in denen einiges saniert werden muss. Über den Sommer werden Beckenumgang sowie Sanitär- und Umkleidebereiche in der Halle Hans-Driesch-Straße erneuert, die frühestens Mitte Oktober wieder öffnet. Das nächste Projekt wird ein Anbau an die Schwimmhalle Nord in der Kirschbergstraße sein.

Neben notwendigen Reparaturen an der Halle brauchen die Sportbäder zusätzliche Flachwasserflächen für Babyschwimmen, Wassergymnastik sowie Aqua Fit in der Schwangerschaft (Kosten: rund 4 Millionen Euro). Der Bauvorbescheid ist positiv. Nun geht es um die Bewilligung von Fördermitteln. Beginnen will das Unternehmen mit dem Bau Ende 2016. „Wir sind optimistisch“, sagt Helwing und weiß, dass die wachsende Stadt perspektivisch eine zusätzliche Schwimmhalle braucht.

Die Sommerbäder öffnen täglich von 10 bis 20 Uhr. Im Schreberbad können Besucher von 9 bis 21 Uhr schwimmen, Dienstag und Donnerstag ist ab 7 Uhr geöffnet.

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