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Lokales Leipzigs Grüne fordern Steuerung bei der Altenpflege
Leipzig Lokales Leipzigs Grüne fordern Steuerung bei der Altenpflege
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06:02 06.03.2018
Eine Pflegerin hilft einer älteren Frau in einem Seniorenheim. Die Grünen-Fraktion ist in Sorge über die künftigen Betreuungskapazitäten in Leipzig. Quelle: Foto: Jens Kalaene/dpa
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Leipzig

„Wir müssen künftig mit einer steigenden Nachfrage rechnen“, sagte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) jüngst im Stadtrat auf Anfrage der Grünen und verwies auf das Bevölkerungswachstum und die demografische Entwicklung. Den Grünen fehlt hier jedoch eine ausreichende Steuerung durch die Stadtverwaltung, da der jüngste Altenhilfeplan aus dem Jahr 2012 stammt. „Ausreichende Pflegekapazitäten für pflegebedürftige Senioren, in bester Qualität und in jedem Stadtbezirk oder Ortsteil in Leipzig zu sichern, ist einfach notwendig“, betont Katharina Krefft, die Fraktionschefin der Grünen. „Die Stadt Leipzig muss doch im Blick haben, dass zur Kinder- und Familienfreundlichkeit auch die soziale und medizinische Versorgung der alt gewordenen Eltern und Großeltern gehören muss“. Deshalb müsse es Anspruch sein, den Bedarf für die nächsten Jahre konkret zu ermitteln. Fabian will den Altenhilfeplan bis Ende des Jahres vorlegen.

Konkrete Aussagen gibt es nur zur Städtischen Altenheime gGmbH (SAH). Diese baut ihre Kapazitäten im stationären und teilstationären Bereich aus. So wurde im Oktober 2017 der Grundstein für eine neue Wohnanlage mit 112 vollstationären Plätzen zwischen der Görlitzer und der Schönefelder Straße gelegt. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2019 geplant. Damit hält die SAH insgesamt 1327 vollstationäre Pflegeplätze bereit. Teilstationär kommen 26 Plätze an zwei Standorten hinzu. Weitere sind geplant. Auch das Angebot der SAH an barrierefreien Wohnungen soll erhöht werden. Bis 2020 soll es 376 altersgerechte Wohnungen geben.

Diskutiert wird auch der künftige Fachkräftebedarf für Altenpflege. Aktuelle Erhebungen gibt es laut Fabian nicht. So falle es schwer, Ausbildungsplätze zu besetzen – da der Pflegeberuf alles andere als attraktiv sei. Dafür aber sei der Freistaat Sachsen verantwortlich. „Leipzig hält ein eigenes kommunales Unternehmen vor. Es auszubauen, hat einen maßgeblichen Anteil für die Versorgung in unserer Stadt“, so Fabian. Das Unternehmen bilde jährlich circa 20 junge Leute aus. „Möglichkeiten, die die Stadt hat, schöpfen wir aus.“

Von Mathias Orbeck

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