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Leipzigs Impresario Peter Degner im Interview: „Ich tüftele an einer ganz neuen Reihe“

Classic Open 2016 Leipzigs Impresario Peter Degner im Interview: „Ich tüftele an einer ganz neuen Reihe“

Das letzte Jahr war kein gutes für Peter Degner. Nach den Classic Open 2015 kam er ins Krankenhaus; ihm wurde ein Fuß amputiert. Zunächst bis Mitte März war er außer Gefecht, lernte das Laufen mit einer Prothese. Im Juni kam der nächste Schlag: Darmkrebs. Doch jetzt ist Leipzigs Impresario wieder zurück und freut sich auf die 22. Classic Open.

Wieder da: Peter Degner freut sich nach seiner Krankheit auf die nächste Classic Open, die am 5. August beginnt

Quelle: André Kempner

Leipzig. Das letzte Jahr war kein gutes für Peter Degner. Nach den Classic Open 2015 kam er ins Krankenhaus; ihm wurde ein Fuß amputiert. Zunächst bis Mitte März war er außer Gefecht, lernte das Laufen mit einer Prothese. Im Juni kam der nächste Schlag: Darmkrebs. Doch das Schlimmste scheint überstanden. Beim Interviewtermin macht Peter Degner (62) einen aufgeräumten und vergnügten Eindruck. Er freut sich auf die 22. Classic Open.

Wie geht es, Peter Degner?

Mir geht es blendend. Ich bin von 112 im September auf 70 Kilo. Das Einzige sind die Phantomschmerzen – da kannste die Wände hochgehen. Es gab in den vergangenen Wochen und Monaten einen enormen Zuspruch und Aufmunterung von ganz vielen lieben Menschen, dafür bin ich sehr dankbar. Viele haben Blumen im Krankenhaus für mich abgegeben.

Zu allem gesundheitlichen Übel kam zuletzt eine Krebserkrankung...

Bei einer Untersuchung Mitte Juni waren Gewebeproben genommen worden. Ich konnte dann wieder nach Hause, saß draußen gemütlich auf meinem Stuhl, da ging das Handy und der Professor war dran: Die Untersuchungsergebnisse sind da, es ist ein bösartiger Tumor. Ich musste am nächsten Tag in der Klinik sein und lag mittags auf dem OP-Tisch.

Ist alles überstanden?

Ja, es gab zum Glück keine Metastasen, ich brauchte keine Chemotherapie, keine Bestrahlung. Der liebe Gott wollte mich noch nicht.

Hat sich Dein Leben verändert?

Ja. Ich lebe bewusster. Und ich rege mich nicht mehr so sehr auf.

Was heißt das – bewusster leben?

Ich koche selber. Viermal die Woche. Und zweimal gehe ich essen.

Was wird denn hier so gekocht?

Gefüllte Paprikaschoten, Nudeln in allen Variationen, Suppen in allen Variationen. Ich habe eine ganze Galerie von Erasco-Suppen in der Küche stehen. Und das Zeug schmeckt! Das hauste in die Schüssel, hauste in die Mikrowelle, kannste essen.

Am Wohnungseingang stehen drei Kisten Dittmanns Feinkost. Was ist denn da drin?

Maiskolben.

Wie?

Ich habe die direkt bestellt. 30 Gläser eingelegte Maiskolben.

Und wann isst Du die?

Abends vor dem Fernseher. Als Snack. Ich habe auch mehrere kleine Hersteller, bei denen ich bestelle. Zum Beispiel einen ganz kleinen Gurken-Produzenten aus dem Spreewald.

Wo gehst Du essen?

Immer gerne in den Gasthof Baalsdorf, die können noch richtige Bratkartoffeln machen. In die Brasserie Frederic in der Chopinstraße, die kochen eine Tomatensuppe – die ist der Hammer. In den Zunftkeller, der hat an Qualität nichts eingebüßt. Ins Studio 3. Philipp Rutz, der Küchenleiter vom Studio 3, bringt mir übrigens gleich mein Mittagessen. Rührei mit Gurkensalat und Kartoffeln.

Wie ist es mit Alkohol?

Ganz wenig. Mal ein Glas Champagner, mal ein alkoholfreies Bier.

Was ist sonst anders als früher?

Nicht so viel. Ich kann wieder ohne Krücken laufen. Und ich gehe immer noch morgens zum Frühstücken zu Bäcker Seifert in die Husemannstraße.

Was erwartet uns nun bei den nächsten Classic Open, die ja am Freitag beginnen?

Das Motto hat Papst Franziskus zum katholischen Weltjugendtag vorgegeben: Seid fröhlich und macht die ganze Nacht Lärm! Es freut mich, das ich das Oberhaupt einer christlichen Kirche mit diesem Motto zitieren kann.

Wie geht es los?

Ich eröffne das Programm mit „Stamping Feet“ – das sind quasi die Kinder der Puhdys. Sven Hertrampf zum Beispiel ist dabei, der Sohn von Dieter Hertrampf. Da geht die Post ab; die Leute werden aus dem Häuschen sein. Am Sonnabend steht das Sommerorchester Leipzig auf der Bühne – das sind 45 Profimusiker, die immer im Sommer Musik machen, wenn nichts los ist. Und danach gibt es „So war der flotte Osten“, das ist eine sehr gelungene Musikrevue.

Sonst noch Höhepunkte?

Jede Menge, jeden Tag. Cornelia Corba mit einer Hommage an Alexandra, Mr. Pete mit einer Hommage an Joe Cocker, Heike Huth mit einer Hommage an Hildegard Knef zu ihrem 90. Geburtstag. Wenn Heike auf der Bühne steht, denn denkst Du: Das ist Hildegard Knef. Sie singt auch genauso. Marie Chane stellt ihr neues Album vor – die hat eine Wahnsinnsröhre. Es ist mir gelungen, die Altmeisterin des Jazz auf die Bühne zu holen: Ruth Hohmann, die deutsche Ella Fitzgerald. Joy Fleming kommt. Die Swing-Sound-Band unter Leitung von Gunter Hochmuth. Mark Janicello – der beste Elvis-Presley-Sänger der Welt. Molllust – ein modernes Klassikensemble, das in der ganzen Welt zu Hause ist. Den großen Abschluss gibt Störtebecker aus Wismar mit „Tribute an Santiano“. Wenn keine Live-Musik läuft, gibt es wieder jede Menge tolle Musikfilmbeiträge von DVD.

Und nächstes Jahr geht es weiter?

Bürgermeister Heiko Rosenthal hat gesagt, ich muss weitermachen, bis ich 70 bin. Jetzt bin ich 62 – und ich fühle mich gut. Ich habe schon Ideen für 2017 – nicht nur, was Classic Open betrifft. Ich tüftele auch an einer ganz neuen Reihe...

Elf Tage volles Programm auf dem Markt

Freitag, 5. August

15 Uhr: TV-Interview; 16 Uhr: Heitere Klassik (Audio); 17.30 Uhr: Josh Coburn in Concert (Audio); 18 Uhr Bilderbogen Leipzig (DVD); 18.30 Uhr: Eröffnung durch Bürgermeister Heiko Rosenthal; 19.05 Uhr: Live – Stamping Feet in Concert; 20.35 Uhr: Waldbühnenkonzert Gershwin Night (DVD).

Sonnabend, 6. August

15.30 Uhr: Europakonzert: Lissabon (DVD); 17 Uhr: Live – das Sommer-Orchester-Leipzig; 18.30 Uhr: DVD; 20 Uhr: Live-Revue – So war der flotte Osten; 21.30 Uhr: DVD.

Sonntag, 7. August

15 Uhr: Il Divo – The Best (Audio); 16 Uhr: The Walz King (DVD); 17.30 Uhr: DVD; 19 Uhr: Live – Hommage an Alexandra, mit Cornelia Corba; 20.30 Uhr: Live – Brewsebs; 22 Uhr: DVD.

Montag, 8. August

16 Uhr: Europakonzert – Versailles (DVD); 17.30 Uhr: Live – Karo Lynn; 18.30 Uhr: Live – Hommage an Hildegard Knef zum 90. Geburtstag mit Heike Huth & Jazzband; 20 Uhr: DVD; 21.30 Uhr: DVD.

Dienstag, 9. August

16 Uhr: Europakonzert – Athen (DVD); 17.30 Uhr: Live – Talandmix in Concert; 19 Uhr: Live – Marie Chain & Band; 20.30 Uhr: Live – Ruth Hohmann. 22 Uhr: DVD.

Mittwoch, 10. August

16 Uhr: Europakonzert – Budapest (DVD); 17.30 Uhr: DVD; 19 Uhr: Live – John Doe Group; 20.30 Uhr: Live – Hommage an Joe Cocker mit Mr. Pete; 22 Uhr: DVD.

Donnerstag, den 11. August

16 Uhr: Europakonzert – Florenz (DVD); 17.30 Uhr: DVD; 19 Uhr: Live – The Scuttles (The best of Dire Straits); 20.30 Uhr: Live – Joy Fleming; 22 Uhr: DVD.

Freitag, 12. August

16 Uhr: Europakonzert – Berlin (DVD); 17.30 Uhr: DVD; 19.30 Uhr: Live – die Swing-Sound Band; 21.30 Uhr: DVD.

Sonnabend, 13 August

15 Uhr Heitere Klassik (Audio); 16 Uhr Till Brönner: A Night in Berlin (DVD); 17.30 Uhr: DVD; 19.15 Uhr: Live – Sukuma Award (Coproduktion mit Filmnächten Dresden & Chemnitz); 19.30 Uhr: Live – Molllust – Rock-Klassik-Mix; 21 Uhr: Live – Das Chamäleon in Concert – Weltstar Mark Janicello.

Sonntag, 14. August

16 Uhr: Morricone Conducts Morricone (DVD); 17.30 Uhr: DVD; 19 Uhr: DVD; 20.30 Uhr: Großer Abschlussabend. Live – Störtebecker (Tribute an Santiano).

Der Eintritt ist frei. Alle Tage beginnen um 11 Uhr mit heiterer Klassik (Audio); Soundcheck ist jeden Tag um 14 Uhr; der Tag klingt aus mit „Gute-Nacht-Msuik“ von DVD.

Von Björn Meine

Leipzig 51.3396955 12.3730747
Leipzig
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