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Lokales Leipzigs Kita-Planung bestätigt – Entspannung bei Plätzen wohl ab 2019
Leipzig Lokales Leipzigs Kita-Planung bestätigt – Entspannung bei Plätzen wohl ab 2019
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00:36 20.05.2018
Der umstrittene Standort Eigenheimstraße wird nicht mit einer Kita bebaut.
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Leipzig

Leipzigs neue Kita-Planung ist vom Stadtrat bestätigt. 2018 sollen 2366 neue Betreuungsplätze in Kindertagesstätten (bis Schuleintritt) entstehen, nächstes Jahr noch einmal 3697. Darunter auch die zwölf sogenannten Leipzig-Kitas, die die Stadt selber finanziert.

„Wir arbeiten mit Hochdruck unter Nutzung aller verfügbaren Reserven daran – mit neuen Einrichtungen, Erweiterungen, den Umbau von Gemeinschaftsunterkünften zu Kitas“, betonte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). So sollen 2018 noch sieben Kitas fertiggestellt und drei erweitert werden. „Wir gehen davon aus, dass im Laufe des Jahres 2019 der Bedarf gedeckt werden kann.“

Nagel: Rechtsanspruch wird nicht entsprochen

Juliane Nagel (Linke) lobte die großen Anstrengungen beim Kitaplatz-Ausbau – von über 18 000 Plätzen im Jahr 2006 ist die Anzahl auf knapp 30 500 im Jahr 2017 gestiegen. „Dennoch dürfen wir die Augen nicht davor verschließen, dass dem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz in Leipzig weiterhin nicht entsprochen werden kann.

Davon zeugen nicht zuletzt die Klagen, die sich zumeist nur besser gestellte Eltern leisten können.“ Derzeit gebe es wohl 200 Klagen. Laut Nagel werden für dieses Jahr 642 Plätze zu wenig geplant. 2019 gibt es dann eine (zeitweise) Überversorgung – vorausgesetzt, es wird alles rechtzeitig fertig.

„Wenn die nun geplanten Plätze kommen, können wir zwar nicht durchatmen, aber es wäre eine deutliche Entspannung“, so Christopher Zenker (SPD). Dennoch habe er das Gefühl, dass es bereits wieder Verzögerungen gibt. Michael Schmidt (Grüne) beklagte, dass vor allem in Südost, Südwest und Nord Plätze fehlen. „Der Südwesten bleibt das Stiefkind der Verwaltung.“

Standort Eigenheimstraße ist vom Tisch

Endgültig vom Tisch ist die geplante Kita in der Eigenheimstraße in Dölitz-Dösen, gegen die eine Anwohnerinitiative massiv protestiert hat (die LVZ berichtete). Karsten Albrecht (CDU) kritisierte, dass die Verwaltung diese Kita den Stadträten „einfach unterschieben“ wollte, obwohl viele sie nicht wollten. Christian Kriegel (AFD) betonte, dass seine Fraktion zwölf Standorte vorgeschlagen habe, die die Verwaltung nicht gründlich geprüft hätte. Die meisten seien aber ungeeignet und nicht genehmigungsfähig – da im Gewerbegebiet, monierte Zenker. Selbst die Grün- und Spielflächen Hildebrandtplatz wurde vorgeschlagen. Die 120 Betreuungsplätze, die in der Eigenheimstraße geplant waren, sollen nun auf Vorschlag von CDU und SPD an der Newtonstraße/Wincklerstraße/Bornaische Straße entstehen.

Fabian braucht Grundstück für Schule

„Das Grundstück wird für eine neue Schule gebraucht. Platz für eine Kita bleibt da nicht“, warnte Fabian. Sollte es andere Grundstücke geben, würde er dort eine zusätzliche Kita bauen. Denn der Bedarf sei auch in den nächsten Jahren riesig. „Ich finde es unredlich, die Verwaltung zu tadeln, dass sie beim Kita-Bau hinterher hängt und dann vor einer Bürgerinitiative einzuknicken“, so Freidemokratin Pia-Naomi Witte (Fraktion Freibeuter).

Von Mathias Orbeck

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