Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Leipzigs Liberale unterstützen Ausbau der DDR-Hinrichtungsstätte zum Gedenkort

Leipzigs Liberale unterstützen Ausbau der DDR-Hinrichtungsstätte zum Gedenkort

Leipzigs Liberale sind zuversichtlich, dass aus der früheren Leipziger Hinrichtungsstätte in der Arndtstraße 46 ein Ort des Gedenkens werden wird. Nach dem Besuch von Sachsens Justizminister Jürgen Martens in der vergangenen Woche sei es wahrscheinlicher, dass das Gebäude mit Hilfe finanzieller Unterstützung des Freistaates zu einem justizgeschichtlichen Erinnerungsort ausgebaut werde, hieß es aus der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat.

Voriger Artikel
Neue Mensa am Sportcampus der Uni Leipzig wird heute eröffnet
Nächster Artikel
LVB schließen Fahrkartenautomaten nach Sprengstoff-Anschlägen in Leipzig

Tobias Hollitzer und Justiz-Minister Jürgen Martens im Exekutionsraum der ehemaligen Leipziger Hinrichtungsstätte in der Arndtstrasse.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. „Wir sind auf dem langen Weg zur Einrichtung ein weites Stück vorangekommen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Reik Hesselbarth. Laut Angaben der Liberalen war Sachsens Justizminister am 14. Juli auf ihre Einladung hin nach Leipzig gekommen und habe zusammen mit dem Leiter des Leipziger Bürgerkomitees, Tobias Hollitzer, die Hinrichtungsstätte besucht. Damit sei die Tür zur Realisierung der Gedenkstätte ein Stück weiter geöffnet worden, sagte Hesselbarth.

Die Sicherung und Umgestaltung des Gebäudes, in dem am 26. Juni 1981 wahrscheinlich die letzte Hinrichtung in Deutschland statt gefunden hat, könnte nach Wunsch der FDP mit Hilfe des früheren Vermögens der DDR-Parteien und Massenorganisationen finanziert werden. „Die sogenannten PMO-Mittel können hier ein guter Weg sein“, sagte Hesselbarth und fügte an: „Wenn man den Gedanken, der hinter der PMO-Mittelverteilung steht, ernst nimmt, dann sollte damit auch die Einrichtung eines Erinnerungsortes in der ehemaligen Hinrichtungsstätte gefördert werden.“

In der Hinrichtungsstätte im heutigen Amtsgericht Leipzig an der Leipziger Alfred-Kästner-Straße wurden zwischen 1960 bis 1981 insgesamt 64 Menschen durch die DDR-Justiz getötet. Das letzte Opfer war der Stasi-Hauptmann Werner Teske, der hier aufgrund angeblicher Spionagetätigkeit mit einem so genannten „unerwarteten Nahschuss” hingerichtet wurde.

mpu

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
LVZ-Reportage zu Crystal Meth in Sachsen

Die große Multimedia-Reportage berichtet über Crystal-Abhängige, Suchtberater und Drogenfahnder. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Probieren Sie es aus im Spieleportal von LVZ.de. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr