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Leipzigs Liberale unterstützen Ausbau der DDR-Hinrichtungsstätte zum Gedenkort

Leipzigs Liberale unterstützen Ausbau der DDR-Hinrichtungsstätte zum Gedenkort

Leipzigs Liberale sind zuversichtlich, dass aus der früheren Leipziger Hinrichtungsstätte in der Arndtstraße 46 ein Ort des Gedenkens werden wird. Nach dem Besuch von Sachsens Justizminister Jürgen Martens in der vergangenen Woche sei es wahrscheinlicher, dass das Gebäude mit Hilfe finanzieller Unterstützung des Freistaates zu einem justizgeschichtlichen Erinnerungsort ausgebaut werde, hieß es aus der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat.

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Tobias Hollitzer und Justiz-Minister Jürgen Martens im Exekutionsraum der ehemaligen Leipziger Hinrichtungsstätte in der Arndtstrasse.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. „Wir sind auf dem langen Weg zur Einrichtung ein weites Stück vorangekommen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Reik Hesselbarth. Laut Angaben der Liberalen war Sachsens Justizminister am 14. Juli auf ihre Einladung hin nach Leipzig gekommen und habe zusammen mit dem Leiter des Leipziger Bürgerkomitees, Tobias Hollitzer, die Hinrichtungsstätte besucht. Damit sei die Tür zur Realisierung der Gedenkstätte ein Stück weiter geöffnet worden, sagte Hesselbarth.

Die Sicherung und Umgestaltung des Gebäudes, in dem am 26. Juni 1981 wahrscheinlich die letzte Hinrichtung in Deutschland statt gefunden hat, könnte nach Wunsch der FDP mit Hilfe des früheren Vermögens der DDR-Parteien und Massenorganisationen finanziert werden. „Die sogenannten PMO-Mittel können hier ein guter Weg sein“, sagte Hesselbarth und fügte an: „Wenn man den Gedanken, der hinter der PMO-Mittelverteilung steht, ernst nimmt, dann sollte damit auch die Einrichtung eines Erinnerungsortes in der ehemaligen Hinrichtungsstätte gefördert werden.“

In der Hinrichtungsstätte im heutigen Amtsgericht Leipzig an der Leipziger Alfred-Kästner-Straße wurden zwischen 1960 bis 1981 insgesamt 64 Menschen durch die DDR-Justiz getötet. Das letzte Opfer war der Stasi-Hauptmann Werner Teske, der hier aufgrund angeblicher Spionagetätigkeit mit einem so genannten „unerwarteten Nahschuss” hingerichtet wurde.

mpu

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