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Lokales Leipzigs Litfaßsäulen sollen saniert werden – LED-Beleuchtung geplant
Leipzig Lokales Leipzigs Litfaßsäulen sollen saniert werden – LED-Beleuchtung geplant
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13:43 12.05.2016
Eine von 465 Litfaßsäulen in Leipzig. (Archivfoto)  Quelle: Ströer Media
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Leipzig

 Seit mehr als 150 Jahren sind Litfaßsäulen prägnante Informationsträger im öffentlichen Raum. Etwa 50.000 der zylinderförmigen Plakatanschläge gibt es nach Schätzungen des Branchenverbandes wohl noch in Deutschland. Allein in der Messestadt stehen etwa 465 der betonumwandelten Säulen und weitere 18 sogenannte Kultursäulen aus Kunststoff vor allem für kommunale Veranstaltungen, heißt es aus dem Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA). Im Zuge der Neuvergabe der Außenwerbekonzessionen durch die Stadtverwaltung sollen die Plakatwände nun bis 2017 saniert und zum Teil mit LED-Leuchtring ausgestattet werden. In der kommenden Woche muss die Ratsversammlung den Plänen des Amtes allerdings noch ihren Zuschlag erteilen.

Künftiger Betreiber der erstmals 1854 vom Berliner Verleger Ernst Litfaß erdachten Säulen wäre bei positivem Votum die zum Branchenprimus Ströer Media gehörende DSM Deutsche Medien GmbH. DSM war auch bisher schon für einen Großteil der Litfaßsäulen der Messestadt verantwortlich, andere Unternehmen hatten an der europaweiten Ausschreibung der Werbekonzession ohnehin nicht teilgenommen, heißt es aus dem Neuen Rathaus.

Sanierung trägt DSM – 1,15 Millionen Euro für die Leipziger Stadtkasse

Kommt der neue Vertrag zustande, wird Besitzer Ströer Media die Fuß- und Dachformen seiner Litfaßsäulen sanieren lassen, heißt im Vertragswerk – um die Plakatflächen moderner erscheinen zu lassen. Dabei sollen zum Teil auch neue, in Aluminium eingefasste LED-Leuchten mit einem Energieaufwand von 44 Watt angebracht werden. Die entstehenden Stromkosten trage ab 2017 der Betreiber der Plakatwände.

Der neue Werbekonzessionsvertrag sieht neben einigen Modifizierungen für eine bessere Kontrolle durch die Kommune auch eine leichte Einnahmen-Steigerung für die Stadt Leipzig vor, so die Angaben aus dem Neuen Rathaus. „Mit dem neuen Vertrag ab 2017 unterteilt sich das Entgelt nunmehr in ein festes Mindestentgelt mit einer zusätzlichen prozentualen Umsatzbeteiligung“, steht in der Entscheidungshilfe für die Stadträte. Zur Höhe der prognostizierten Einnahmen wollte sich das VTA nicht äußern. In der Ratsvorlage sind zumindest 1,15 Millionen Euro jährliche Erträge genannt.

Von Matthias Puppe

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