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Lokales Leipzigs OB Jung erwartet für das neue Jahr weniger Arbeitslose und mehr Gewerbesteuern
Leipzig Lokales Leipzigs OB Jung erwartet für das neue Jahr weniger Arbeitslose und mehr Gewerbesteuern
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09:43 02.01.2012
Blick über die Stadt. (Archivfoto) Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

„Damit schließt sich auch die Schere zu Dresden sehr deutlich.“ In Leipzig leben mehr als 500.000 Menschen. Die Arbeitslosenquote lag im November bei 11,4 Prozent.

Der Aufschwung der Stadt lasse sich an den Werkserweiterungen der Autobauer Porsche und BMW, am expandieren Logistiksektor und auch an der wachsenden Biotech-Branche ablesen. „Das sind Arbeitsmarkteffekte. Wir haben in den letzten fünf Jahren die Arbeitslosigkeit halbiert, das hat keine einzige deutsche Stadt geschafft“, betonte Jung.

Sorgen bereitet ihm allerdings die Tatsache, dass es 16.000 „Aufstocker“ in der Stadt gibt - also Menschen, die trotz Vollzeitjob auf Unterstützung vom Amt angewiesen sind. „Das ist ein gesamtgesellschaftlicher Skandal, dass Menschen, die 40 Stunden in der Woche arbeiten, nicht in der Lage sind, ihre Wohnung zu bezahlen“, sagte Jung. Er spreche sich deswegen für gesetzliche Mindestlöhne aus.

Jung sieht aber Anzeichen, dass die Unternehmen auch im Osten gezwungen sein werden, höhere Löhne zu zahlen. „Ein Logistiker musste im Weihnachtsgeschäft zum ersten Mal einen Tariflohn von 8,50 Euro bezahlen, weil er sonst keine Leute mehr gekriegt hätten“, sagte der Oberbürgermeister. „Je stärker der Fachkräftemangel durchschlagen wird, desto stärker wird sich die Lohnspirale nach oben bewegen.“

Die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt macht sich bislang nicht in den Gewerbesteuereinnahmen der Stadt bemerkbar. Die seien 2011 im Vergleich zum Vorjahr nicht gewachsen, berichtete Jung, „aufgrund der wirtschaftlichen Situation eines Großunternehmens“. 2012 rechne er mit 200 Millionen Euro. Bis 2019 - dem Auslaufen des Solidarpaktes II - stehe die Stadt vor großen Herausforderungen: 120 bis 150 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer müssen her, damit die Stadt auf eigenen Füßen stehen könne. „Das ist zu schaffen“, sagte Jung. „Wir können uns noch längst nicht vergleichen mit Stuttgart oder Frankfurt am Main. Aber wenn ich die Entwicklung der letzten fünf Jahre sehe, ist es zu schaffen.

Birgit Zimmermann, dpa

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