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Lokales Leipzigs OBM Jung sieht Demo auch als Gegenpunkt zur AfD
Leipzig Lokales Leipzigs OBM Jung sieht Demo auch als Gegenpunkt zur AfD
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16:42 14.01.2019
Organisieren die Demo Aufruf 2019 in Leipzig: Christian Wolff, Barbara Rucha, Burkhard Jung und Gisela Kallenbach. (von links) Quelle: Kempner
Leipzig/Berlin

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) will eine für Montagabend geplante Demonstration für Demokratie und Toleranz in der Stadt als Zeichen gegen rechtsextreme Positionen in der Gesellschaft verstanden wissen. So gebe es etwa innerhalb der AfD Kräfte, „die ganz klar und deutlich identifizierbar sind im neonazistischen Umfeld“, sagte Jung am Montag im RBB-Inforadio.

Es könne nicht sein, dass sich Menschen, die gegen den Staat demonstrierten, „mit diesen braunen Gesellen“ gemein machten, erklärte Jung und betonte: „Auch dafür ist unser Aufruf ein Zeichen.“ Die Initiatoren seien bereit zu streiten und zu diskutieren, „aber bitte nicht gemein machen mit neonazistischen Kräften“, appellierte das Stadtoberhaupt. Dies sei die Grenze und „die Kante, die wir auch zeigen müssen“, ergänzte er.

2000 Teilnehmer erwartet

Der Oberbürgermeister zählt zu den Initiatoren des sogenannten „Aufrufs 2019“. Das Bündnis von Vertretern aus Politik, Kirchen, Kultur, Wirtschaft und weiteren Bereichen hat für Montagabend zu einer Demonstration in Leipzig eingeladen. Die Veranstalter erwarten rund 2000 Teilnehmer.

Die Route am Montagabend

Treffpunkt der Demonstration ist um 18 Uhr im Nikolaikirchhof. Die Route verläuft durch Schuhmachergässchen, Reichsstraße, Grimmaische Straße, Petersstraße, über den Ring zum Goerdeler-Denkmal, wo Oberbürgermeister Jung eine Rede halten soll. Über den Dittrichring geht es weiter zum Thomaskirchhof, auf dem Markt ist schließlich eine Kundgebung geplant.

Das Motto der Veranstaltung lautet „Für ein weltoffenes Leipzig, für ein demokratisches Sachsen, für ein friedliches Deutschland, für ein geeintes Europa“. Im Internet haben den Aufruf seit Herbst knapp 900 Menschen unterzeichnet.

Mit Blick auf die Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen in diesem Jahr sprach Jung von einem „Entscheidungsjahr“. „Wir möchten die Gutwilligen zusammenführen und für Demokratie, für Freiheit, für Meinungsfreiheit, für Diskussionsfreiheit demonstrieren“. Auch wenn in Deutschland etwa mit Blick auf die Probleme im Sozialbereich nicht alles in Ordnung sei, gebe es dennoch keinen Grund, innerhalb der Demokratie nicht auch für die positiven Dinge zu streiten, betonte der Politiker.

Von LVZ

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