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Lokales Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung kritisiert sächsische Landespolitik scharf
Leipzig Lokales Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung kritisiert sächsische Landespolitik scharf
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16:12 08.10.2017
Bürgermeister Burkhard Jung nimmt in seinem Gastbeitrag kein Blatt vor den Mund. Quelle: Dirk Knofe (Archiv)
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Leipzig

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hat in einem Gastbeitrag die Landespolitik der vergangenen Jahre heftig kritisiert. „Das Land, das immer strebsam ist, das in Beton statt in Menschen investiert und ein dickes Sparbuch hat, aber gleichzeitig keine Wärme und eben keine Sicherheit ausstrahlt, ist kein Musterland“, schreibt der Politiker in der „Morgenpost am Sonntag“. „Es ist ein Land, das die Seinen alleine lässt.“ Die glänzende Oberfläche habe eine dunkle Rückseite, „unser Wohlstand ist teuer erkauft“, schreibt Jung.

Die „Rosskur“ der vergangenen Jahrzehnte habe tiefe Narben hinterlassen, vor allem auf dem Land, wo unter dem Spardiktat vielerorts erst Kindergarten und Schule, dann Sparkasse, Lebensmittelladen und zuletzt Polizeiposten, Krankenhaus und Buslinie verschwanden. Trotz fein sanierter Straßen und Plätze bleibe oftmals die Leere, kritisiert Jung. Man habe nicht sehen wollen, „wie sich im Musterland ein autoritärer Nationalismus breit machte“.

Demokratie lerne sich aber nicht selbst

Dabei schwand an Schulen der Raum für die Vermittlung von Werten, demokratischem Handwerk, Diskussionskultur und kultureller Vielfalt. Vorbilder fehlten, schreibt Jung. Demokratie lerne sich aber nicht selbst. Es gelte daher, sie angesichts der Gefährdung mit Kraft und Entschlossenheit zu verteidigen. „Jede und Jeder von uns ist gefragt, Haltung zu zeigen.“

Von LVZ

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