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Lokales Leipzigs Sozialbürgermeister: "Im Notfall mieten wir für Flüchtlinge Pensionen an"
Leipzig Lokales Leipzigs Sozialbürgermeister: "Im Notfall mieten wir für Flüchtlinge Pensionen an"
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00:59 29.11.2014
Leipzigs Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Quelle: André Kempner

Das Bürohaus in der Johannisgasse 26, das ab Dezember 200 Personen aufnehmen sollte, fällt plötzlich aufgrund von Diskrepanzen mit dem Gebäudeeigentümer ganz weg (die LVZ berichtete). Kann Leipzig angesichts dessen jedem Flüchtling noch ein Dach überm Kopf bieten? Die LVZ sprach darüber mit Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD).

Reichen die Unterkünfte für alle Flüchtlinge, die zu uns kommen, noch aus?

Thomas Fabian: Die neuen Unterkünfte in der Zschortauer Straße und in der Riesaer Straße sollen noch in diesem Jahr genutzt werden. Aus bestehenden Gemeinschaftsunterkünften ziehen Flüchtlinge auch weiterhin in eigenen Wohnraum. Damit sind wieder Plätze frei. Im Notfall werden vorübergehend Zimmer in Pensionen angemietet. Freie Kapazitäten in Angeboten der Wohnungslosenhilfe sollen bei Bedarf ebenfalls kurzfristig genutzt werden. Damit steht ausreichend Wohnraum zur Verfügung für die voraussichtlich 450 Flüchtlinge, die noch in diesem Jahr nach Leipzig kommen.

Warum drücken Sie dann so aufs Tempo und legen dem Stadtrat ständig Eilvorlagen für neue Unterkünfte vor?

Der Stadtrat hat hierzu in diesem Jahr nur eine Eilvorlage erhalten. Wir müssen sehr schnell handeln. Die Ankündigungen für die erheblich steigende Zahl von Flüchtlingen wurden mehrmals erhöht und die Gebäude, die wir als Wohnhäuser für Flüchtlinge mieten, können erst nach Abschluss von baulichen Maßnahmen genutzt werden.

Wie viele Asylbewerber leben derzeit in Leipzig?

In Gemeinschaftsunterkünften wohnen 900 und dezentral 1250 Flüchtlinge. Ich bin froh, dass mehr als die Hälfte der Flüchtlinge in Leipzig in eigenem Wohnraum wohnen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.11.2014

Klaus Staeubert

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