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Leipzigs Stadtkonzern legt sich eine neue Marke zu

LVV Leipzigs Stadtkonzern legt sich eine neue Marke zu

Das stadteigene Firmenreich legt sich eine neue Marke zu. „Wir wollen den Außenauftritt unserer stadteigenen Unternehmen vereinheitlichen“, bestätigte auf Anfrage Frank Viereckl, Sprecher der Stadt-Holding Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV), zu der neben der LVV auch die Stadtwerke, die Wasserwerke und die Leipziger Verkehrsbetriebe gehören.

Maskottchen kommen beim Kunden gut an – bislang warb für die Kommunalen Wasserwerke Leipzig, die ebenfalls zum LVV-Konzern gehören, das Maskottchen Wassi (Mitte). Ob es noch in die neue Markenstrategie passt, wird noch geprüft und bei der öffentlichen Präsentation am 12. Januar verraten.
 

Quelle: LVZ

Leipzig.  Das stadteigene Firmenreich legt sich eine neue Marke zu. „Wir wollen den Außenauftritt unserer stadteigenen Unternehmen vereinheitlichen“, bestätigte auf Anfrage Frank Viereckl, Sprecher der Stadt-Holding Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV), zu der neben der LVV auch die Stadtwerke, die Wasserwerke und die Leipziger Verkehrsbetriebe gehören. Öffentlich vorgestellt werden soll das Logo am 12. Januar.

Begründet wird dieser sogenannte Marken-Relaunch vor allem damit, dass die vier Stadtfirmen derzeit noch mit verschiedenen Marken auftreten. Jede hat ein eigenes Logo, einen eigenen Internetauftritt und eigenständige Geschäftsausstattung – alles Dinge, die nun vereinheitlicht werden sollen. „Die Leipziger sollen künftig schon am ähnlichen Logo erkennen, welche Firmen zur LVV-Gruppe gehören“, sagt die für Konzernmarkenstrategie zuständige LVV-Expertin Marleen Minker. So solle deutlicher werden, welchen gewichtigen Beitrag die Stadtfirmen für die Entwicklung Leipzigs leisten. „Die Außenauftritte sollen die Zugehörigkeit zu einer Markenfamilie zeigen und außerdem Synergieeffekte erschießen“, sagt Minker. Ein wichtiger Aspekt sei auch, das Wir-Gefühl der Mitarbeiter in den Firmen zu stärken.

Zusätzlich würden die Stadtfirmen mit dem Familienlogo gegenseitig ihren Bekanntheitsgrad steigern. Dieser gemeinsame Marken-Auftritt erhöhe die „Präsenz und Abstrahleffekte“ der Stadtfirmen. Gleichzeitig könne die neue Marke im Vertrieb stärker als Türöffner in anderen Unternehmen genutzt werden. „Auf der Startseite des gemeinsamen Internetauftritts wird stehen, was die Leute am meisten interessiert“, so Viereckl. Erste Details hat der Stadtkonzern in dieser Woche im Gewandhaus seinen Beschäftigten vorgestellt.

LVZ-Leser Mathias Präg sieht das Logo-Projekt kritisch. Er vermutet, der Marken-Relaunch würde Millionen kosten. Die Mittel sollten besser für die Anschaffung neuer Fahrkartenautomaten verwendet werden oder für die Erneuerung maroder Straßenbahngleise und Straßenbahnen, meint er.

Indes meldet auch die Dienstleistungsgesellschaft Verdi und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie Ansprüche an. „Wir begrüßen, dass die Beschäftigten über die neue Marke informiert werden“, erklärte Verdi-Gewerkschaftssekretär Frank Franke. „Aber die Beschäftigten sollten auch darüber nachdenken, was sich neben der neuen Marke im Konzern noch alles ändern könnte. Dazu gehöre auch ein neuer Beschäftigungssicherungstarifvertrag für den Stadtkonzern.

Die Initiatoren der Neugestaltung widersprechen der Kritik. „Die Entwicklung der neuen Marke hat weniger als eine Million Euro gekostet“, sagt Frank Viereckl und widerspricht damit dem kursierenden Millionen-Euro-Budget. „Unsere Stadtfirmen finanzieren die Marken-Umstellung aus dem geplanten Kommunikationsbudget. Ab dem Jahr 2018 werden durch die Synergieeffekte 30 Prozent jährlich eingespart“, sagt Viereckl. Das Budget sei angesichts der großen Herausforderungen auch gerechtfertigt. „Marketing kostet Geld, kein Marketing kostet Kunden“, so der Sprecher.

Von Andreas Tappert

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