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Leipzigs Trendwende beim Straßen- und Brückenbau: Bestand vor dem Verfall retten

Leipzigs Trendwende beim Straßen- und Brückenbau: Bestand vor dem Verfall retten

Die Stadt vollzieht die Trendwende beim Straßen- und Brückenbau. Bisher fährt Leipzig auf Verschleiß: Rund 20 Prozent der 339 kommunalen Brücken sind marode, zum Teil schon für Lkw gesperrt.

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Gesperrt: Die Brücke in der Landsberger Straße ist zu desolat für den Kraftfahrzeugverkehr.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Auch viele Straßen in dem 1734 Kilometer langen Netz sind stark geschädigt. Jetzt soll das Geld statt in Großprojekte in die Pflege des Bestands fließen. Der Stadtrat verabschiedete am Mittwoch das Investitionsprogramm 2020.

„Von Tangentenviereck und Mittlerer Ring ist jetzt nicht mehr die Rede“, sagte Roland Quester von den Grünen und Vorsitzender des Bau-Fachausschusses. „Und das ist richtig so: Ein guter Teil der Großprojekte ist abgearbeitet. Was jetzt noch aussteht, können wir uns nicht mehr leisten“, so Quester am Mittwoch im Stadtrat.

Viel mehr Geld als in den vergangenen Jahren wird nicht für den Straßen- und Brückenbau veranschlagt. Das Verkehrs- und Tiefbauamt kann den Durchschnitt von 15,44 Millionen Euro jetzt auf 16,5 Millionen Euro anheben. Knapp 9 Millionen Euro sollen in Investitionen fließen, aufgebessert durch Fördermittel des Bundes und des Landes. Je nach Projekt kann ein Bauvorhaben am Straßenhauptnetz bis zu 75 Prozent Fördergeld einstreichen. Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau nannte die Vorlage ein „Progamm der Vernunft.“

Vermögensverzehr nicht aufzuhalten

Der "Vermögensverzehr" könne durch die Umorientierung auf den Bestand trotzdem nicht so einfach aufgehalten werden, sagte Edeltraut Höfer, Chefin des Verkehrs- und Tiefbauamts, am Donnerstag auf Anfrage von LVZ-Online. Dafür müssten nach Angaben von Höfer mindestens 57,5 Millionen Euro jährlich in die Infrastruktur beim derzeitigen Zustand gesteckt werden. 2013 hatte ihre Behörde aber nur Mittel in Höhe von 36,43 Millionen Euro zur Verfügung gehabt.

Besonders froh ist die Amtsleiterin, dass die Großprojekte Wurzner Straße und Peterssteinweg / Karl-Liebknecht-Straße angepackt werden können. Beide Maßnahmen werden gemeinsam mit den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) und den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) verwirklicht. Die bauvorbereitenden Maßnahmen beginnen in diesem Jahr.

Folgende Projekte stehen auf der Prioritätenliste der kommenden Jahre oben:

Straßenbau

Wegen des schlechten Zustands gehören unter anderem die Liebigstraße (Stephanstraße bis zur Johannisallee), die Kurt-Eisner-Straße (Arthur-Hoffmann-Straße bis Wundtstraße), die Könneritzstraße (Oeserstraße bis Holbeinstraße) sowie die S78 in Holzhausen (Baalsdorfer Straße/ Hauptstraße bis Hauptstraße/ Stötteritzer Straße) zu den Schwerpunkten.

Straßen und Stadtbahntrassen

Lützner Straße (Saarländer- bis Odermannstraße), Wurzner Straße (Dresdner- bis Torgauer Straße), Karl-Liebknecht-Straße und Peterssteinweg (von Körnerstraße bis Martin-Luther-Ring), Dieskaustraße (von Gerhardt-Ellrodt-Straße bis Neue Straße und Bayrischer Platz/ Windmühlen-/ Gründewaldstraße.

Brückenbau

Antonienbrücke, Landsberger Brücke (derzeit für Kraftfahrzeuge gesperrt), Georg-Schwarz-Brücken I und II sowie fünf Brücken im Zuge des Ausbaus Mittlerer Ring auf der Gustav-Esche-Straße. Die Projekte Bornaische Brücke und Teslabrücke laufen bereits.

Evelyn ter Vehn

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