Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipzigs Uni-Mensa ist überfüllt: Studenten müssen auf dem Boden essen
Leipzig Lokales Leipzigs Uni-Mensa ist überfüllt: Studenten müssen auf dem Boden essen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:50 12.06.2013
Das kleine Terrassen-Grundstück vor der Cafeteria gehört der Universität. Deshalb darf das Studentenwerk dort ohne Sondernutzungsgebühr einen Freisitz mit 60 Plätzen betreiben. Der reicht aber bei weitem nicht aus. Quelle: André Kempner

Das Studentenwerk würde draußen gern 96 zusätzliche Stühle nebst Tischen aufstellen. Doch die Genehmigung durch die Stadt Leipzig zieht sich hin.

Manchmal sitzen sie nur auf den Stufen der kleinen Terrasse vor der Studentenwerks-Cafeteria. Diese bietet 60 Plätze. Das reicht aber bei weitem nicht aus. Da der Campus Augustusplatz seit Oktober letzten Jahres heillos überfüllt ist - eine Folge von Verzögerungen bei Baumaßnahmen an anderen Uni-Standorten - gibt die "Mensa am Park" jetzt täglich mehr als 5500 Essen aus. Weil sie drinnen keinen Platz finden, weichen viele Studenten nach draußen aus. Sie stellen ihre Tabletts auf den Granitboden, hocken oder legen sich gar daneben. Am Dienstag gegen 13 Uhr war der Platz eine riesige Picknick-Anlage. Radfahrer kamen kaum noch durch.

"Das Problem ist uns sehr bewusst", sagt Andrea Diekhof, die Geschäftsführerin des Leipziger Studentenwerks. "Um die Situation zu entspannen, haben wir gerade die Nachmittagsschließzeit abgeschafft. Bieten nun also auch nach 14.30 Uhr bis zur Abendöffnung ab 17.30 Uhr drei oder vier warme Gerichte in der Mensa an." Bereits im Sommer 2012 wurde ein Kassenbereich im ersten Stock abgebaut und durch 40 Sitzplätze ersetzt, fährt sie fort. "Doch das alles reicht leider überhaupt nicht. Deshalb haben wir bei der Stadt eine Sondernutzung für öffentliche Flächen neben der Mensa beantragt. Wir möchten dort, wo heute meist viele Fahrräder herumstehen, Stühle und Tische für weitere 96 Plätze aufstellen. Und sehnen jeden Tag die Genehmigung herbei."

Auf dem Weg zum Ziel gibt es jedoch noch zwei Hindernisse. Erstens sieht sich der Antragsteller außerstande, eine Sondernutzungsgebühr von mehreren Tausend Euro zu bezahlen. Das Studentenwerk schreibt im Mensa-Bereich derzeit rote Zahlen, kann nicht wegen eines Freisitzes die Essenspreise erhöhen, so Diekhof. Zweitens gilt das Thema Freisitze im Rathaus generell als vermintes Terrain. Auf LVZ-Anfrage schoben sich gestern Ordnungs- und Baudezernat gegenseitig den schwarzen Peter zu, wer für die Bearbeitung in diesem Fall überhaupt zuständig ist. Dies hänge vor allem von verwaltungsinternen Zuordnungen des jeweiligen Grundstücks ab. Auch müssten hier erst noch Interessen des Radverkehrs, von mb und Gewandhaus geprüft werden. Der Antrag des Studentenwerks sei am 3. Juni bei der Stadt eingetroffen. "Ziel ist, bis Ende des Monats eine Entscheidung zu haben", sagte ein Referent im Ordnungsdezernat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2013

Rometsch, Jens

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Klettern, Artisten, Puppentheater, Straßenmusik und Bio-Leckereien – diese und weitere Attraktion warten auf Besucher am kommenden Sonntag bei der 24. Ökofete des Leipziger Umweltbunds Ökolöwe im Clara-Zetkin-Park.

12.06.2013

Rund 30.000 Besucher strömten am Wochenende zum Tag der offenen Stationen in den noch im Bau befindlichen Leipziger City-Tunnel. Einige tausend nahmen außerdem am Tunnel-Gewinnspiel teil, bei dem allen vier Stationen ein Besuch abgestattet und dies per Stempel bestätigt werden musste.

12.06.2013

Französisch, Russisch, Spanisch - welche zweite Fremdsprache soll mein Kind neben Englisch lernen? Vielen bleibt da kaum eine Wahl. Einige Sprachen sind Mangelfächer, da nicht genügend Lehrer vorhanden sind.

19.05.2015
Anzeige