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Lokales Leipzigs Zoo-Chef führt den Weltzoo-Verband
Leipzig Lokales Leipzigs Zoo-Chef führt den Weltzoo-Verband
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11:32 03.10.2011
Leipzigs Zoo-Chef Jörg Junhold Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Herr Junhold, was bedeutet die Wahl zum Präsidenten der WAZA für Sie persönlich?

Junhold:

„Eine unglaublich hohe Ehre. Das empfinde ich persönlich so. Ich gehe aber soweit zu sagen, das ist eine Anerkennung für das, was die Leipziger Zoo-Mannschaft hier generell geleistet hat. Es erfüllt mich mit Stolz, und ich freue mich sehr, nach 17 Jahren wieder der erste deutsche Präsident der WAZA zu sein.“

Was haben Sie sich für die Amtszeit vorgenommen?

Junhold:

„Wir vertreten um die 1000 Zoos. Und damit ist die Weltzooorganisation WAZA die einzige globale Vereinigung der Zoos und Aquarien. Vom Schwerpunkt her sehe ich drei bis vier große Dinge. Das erste ist die nachhaltige Entwicklung von Tierpopulationen in unseren Zoos. Dafür kann die WAZA eine koordinierende Funktion einnehmen. Ein anderes großes Thema ist die Dekade der Biodiversität. Die WAZA sollte auf den Beitrag der Zoos zum globalen Artenschutz aufmerksam machen. In Südostasien möchten wir Mitglieder gewinnen. Und schließlich: Die WAZA soll bekannter werden in der Öffentlichkeit.“

Leipzig. Der Zoo Leipzig mischt im Vergleich deutscher Tierparks ganz vorne mit. 2,1 Millionen Besucher wollten 2012 die sechs verschiedenen Themenwelten sehen, damit belegt Leipzig Platz vier hinter Berlin, Stuttgart und Hannover. Grund für das große Interesse ist weiterhin vor allem das 2011 eröffnete Gondwanaland. Dort plant der Zoo eine neue Attraktion mit kleinen Komodowaranen.

Wie viel Arbeitszeit wird dieser Präsidenten-Posten einnehmen?

Junhold:

„Erstmal ist es so: Es ist ein Ehrenamt. In der Schweiz sitzt das Executive Office, wo die tägliche Arbeit passiert. Ich selbst werde natürlich strategisch eingebunden sein, Tagungen und Kongresse besuchen. Da weiß ich aber auch die komplette Zoo-Mannschaft hinter mir. Ganz klares Bekenntnis: Ich bleibe in ersten Linie Zoo-Direktor in Leipzig.“

Wenn wir bei Leipzig sind: Sie habe gerade das Großprojekt der Tropenhalle Gondwanaland realisiert. Welche Pläne haben Sie jetzt für den Leipziger Zoo?

Junhold:

„Wir werden - nachdem der erste Besucheransturm um ist - im Herbst den Masterplan beraten, die nächsten Schritte. Der zentrale Zoo-Teil mit der Bärenburg, den haben wir ja noch gar nicht angefasst. Und das wird höchstwahrscheinlich das Nächste sein. Wir werden uns nicht zur Ruhe legen. Es geht weiter - und ich glaube, wir haben auch gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Interview: Birgit Zimmermann, dpa

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