Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 1 ° Sprühregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Leipzigs größte neue Eigenheimsiedlung entsteht ab 2017 in Knauthain

Nahe Cospudener See Leipzigs größte neue Eigenheimsiedlung entsteht ab 2017 in Knauthain

Gute Nachrichten für bauwillige Familien: Unmittelbar neben der historischen Thomas-Müntzer-Siedlung in Knauthain soll ab 2017 Leipzigs größtes neues Eigenheimgebiet entstehen. Insgesamt ist dort Platz für etwa 300 Haushalte.

Auch das Rätsel um den ungeplant gewachsenen Wald entlang der Rehbacher Straße ist inzwischen gelöst. Künftig soll ein geschlossener Grüngürtel die erweiterte Thomas-Müntzer-Siedlung in Richtung Westen abgrenzen.
 

Quelle: André Kempner

Leipzig. Gute Nachrichten für bauwillige Familien: Unmittelbar neben der historischen Thomas-Müntzer-Siedlung in Knauthain soll ab 2017 Leipzigs größtes neues Eigenheimgebiet entstehen. Insgesamt ist dort Platz für etwa 300 Haushalte.

„Wir beginnen mit der Erschließung an der Rehbacher Straße“, sagt Ralf-Dieter Claus, Chef der städtischen Entwicklungsgesellschaft LESG. Für ein 5,5 Hektar großes Feld, das bislang die Agrargenossenschaft Kitzen beackert hat, gebe es schon einen rechtskräftigen Bebauungsplan (in der Karte oben das Areal 1). Zwar seien noch einige Dinge zu erledigen – so wolle die Kommune Anfang 2017 einen Teil des Ackers, der noch nicht der LESG gehört, an diese Firma übertragen. Auch müsse der Grundstücksverkehrswert neu ermittelt, zudem ein Erschließungsvertrag mit dem Tiefbauamt vereinbart werden. Dennoch: Die Nachfrage nach Bauland sei heute wieder so stark, dass die vor langer Zeit auf Eis gelegten Pläne zur Erweiterung der Thomas-Müntzer-Siedlung nun doch umgesetzt werden könnten. „In aktualisierter Form“, betont er.

Die Erschließung für das Areal 1 (Straßen und Leitungen) soll 2017 erfolgen. „Bis Ende nächsten Jahres wollen wir die ersten Grundstücke für den individuellen Eigenheimbau verkaufen.“ 85 Einfamilienhäuser seien in dem Teil vorgesehen.

Weit umfangreicher ist das Projekt für eine 25 Hektar große Nachbarfläche, die seit Langem brach liegt (in der Karte das Areal 2). Wie berichtet, war dort auf etwa zehn Hektar sogar ungeplant ein Wald gewachsen, wodurch der Kommune ein Millionen-Schaden entstand. Die Schuld daran schoben sich das Liegenschaftsamt und die LESG (der die Fläche von 1997 bis Ende 2009 gehörte) nach der amtlichen „Feststellung der Waldeigenschaft“ im Jahr 2014 gegenseitig zu. Geschäftsführer Claus beteuerte damals, seine Firma habe das Areal 2007 das letzte Mal roden lassen. Bis zur Übergabe an die Stadt Anfang 2010 habe dort „noch kein Wald“ gestanden. Laut einem internen Gutachten des Leipziger Forstamtes, das der LVZ nun vorliegt, kann das nicht stimmen. Demnach ergaben Probefällungen und das Zählen der Jahresringe, dass die Bäume das letzte Mal im Jahr 2004 „zurückgeschnitten wurden und aus dem Stockausschlag der Wurzeln sich der Wald entwickelte“. Laut den Forstleuten war 2009 „die Waldeigenschaft“ bereits gegeben.

Gemäß einem Stadtratsbeschluss vom Oktober 2016 soll das gesamte Areal 2 im nächsten Jahr wieder zurück an die LESG übertragen werden. Das Baudezernat hat das Wald-Problem inzwischen gelöst. Ein Teil wurde gerodet, zugleich entstand ein neuer städtebaulicher Entwurf für bis zu 200 Einfamilien- und Doppelhäuser, auch eine Pension mit Gasthof sowie betreutes Wohnen. Dafür wird die Straße Am Klucksgraben bis zur Rehbacher Straße verlängert und dort in einem Kreisverkehr angebunden. Clous der neuen Pläne: Die übrigen wildgewachsenen Bäume sowie ein vorhandener Grünzug vor der nahen Kiesgrube werden um Aufforstungen ergänzt, sodass sich in Richtung Westen ein geschlossener Waldgürtel bildet.

Noch nicht endgültig klar ist, was mit einer Teilfläche von 0,7 Hektar am Hagebuttenweg wird (in der Karte das Areal 3). Das Liegenschaftsamt wollte diese Fläche für 560 000 Euro an die Firma Helma verkaufen, die dort den Bau von 16 schlüsselfertigen Eigenheimen plante. CDU, FDP sowie AfD unterstützten dies im Stadtrat. Hingegen votierte die Mehrheit aus Linken, SPD und Grünen dafür, auch diese Fläche zeitnah der LESG zu übertragen.

Von Jens Rometsch

Leipzig Am Klucksgraben 51.273154 12.294327
Leipzig Am Klucksgraben
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
LVZ-Reportage zu Crystal Meth in Sachsen

Die große Multimedia-Reportage berichtet über Crystal-Abhängige, Suchtberater und Drogenfahnder. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Probieren Sie es aus im Spieleportal von LVZ.de. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr