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Lokales Leipzigs größte neue Eigenheimsiedlung entsteht ab 2017 in Knauthain
Leipzig Lokales Leipzigs größte neue Eigenheimsiedlung entsteht ab 2017 in Knauthain
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00:24 17.04.2018
Nahe des Cospudener Sees in Knauthain kommen jetzt alte Nachwende-Pläne zu neuen Ehren, die historische Thomas-Müntzer-Siedlung (ab 1936 entstanden dort Häuser für 375 Haushalte) deutlich zu erweitern. Von 1997 bis 2012 kamen bereits etwa 220 Eigenheime dazu. Nun sind noch mal insgesamt 300 Einheiten auf drei Arealen geplant.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

Gute Nachrichten für bauwillige Familien: Unmittelbar neben der historischen Thomas-Müntzer-Siedlung in Knauthain soll ab 2017 Leipzigs größtes neues Eigenheimgebiet entstehen. Insgesamt ist dort Platz für etwa 300 Haushalte.

„Wir beginnen mit der Erschließung an der Rehbacher Straße“, sagt Ralf-Dieter Claus, Chef der städtischen Entwicklungsgesellschaft LESG. Für ein 5,5 Hektar großes Feld, das bislang die Agrargenossenschaft Kitzen beackert hat, gebe es schon einen rechtskräftigen Bebauungsplan (in der Karte oben das Areal 1). Zwar seien noch einige Dinge zu erledigen – so wolle die Kommune Anfang 2017 einen Teil des Ackers, der noch nicht der LESG gehört, an diese Firma übertragen. Auch müsse der Grundstücksverkehrswert neu ermittelt, zudem ein Erschließungsvertrag mit dem Tiefbauamt vereinbart werden. Dennoch: Die Nachfrage nach Bauland sei heute wieder so stark, dass die vor langer Zeit auf Eis gelegten Pläne zur Erweiterung der Thomas-Müntzer-Siedlung nun doch umgesetzt werden könnten. „In aktualisierter Form“, betont er.

Die Erschließung für das Areal 1 (Straßen und Leitungen) soll 2017 erfolgen. „Bis Ende nächsten Jahres wollen wir die ersten Grundstücke für den individuellen Eigenheimbau verkaufen.“ 85 Einfamilienhäuser seien in dem Teil vorgesehen.

Weit umfangreicher ist das Projekt für eine 25 Hektar große Nachbarfläche, die seit Langem brach liegt (in der Karte das Areal 2). Wie berichtet, war dort auf etwa zehn Hektar sogar ungeplant ein Wald gewachsen, wodurch der Kommune ein Millionen-Schaden entstand. Die Schuld daran schoben sich das Liegenschaftsamt und die LESG (der die Fläche von 1997 bis Ende 2009 gehörte) nach der amtlichen „Feststellung der Waldeigenschaft“ im Jahr 2014 gegenseitig zu. Geschäftsführer Claus beteuerte damals, seine Firma habe das Areal 2007 das letzte Mal roden lassen. Bis zur Übergabe an die Stadt Anfang 2010 habe dort „noch kein Wald“ gestanden. Laut einem internen Gutachten des Leipziger Forstamtes, das der LVZ nun vorliegt, kann das nicht stimmen. Demnach ergaben Probefällungen und das Zählen der Jahresringe, dass die Bäume das letzte Mal im Jahr 2004 „zurückgeschnitten wurden und aus dem Stockausschlag der Wurzeln sich der Wald entwickelte“. Laut den Forstleuten war 2009 „die Waldeigenschaft“ bereits gegeben.

Gemäß einem Stadtratsbeschluss vom Oktober 2016 soll das gesamte Areal 2 im nächsten Jahr wieder zurück an die LESG übertragen werden. Das Baudezernat hat das Wald-Problem inzwischen gelöst. Ein Teil wurde gerodet, zugleich entstand ein neuer städtebaulicher Entwurf für bis zu 200 Einfamilien- und Doppelhäuser, auch eine Pension mit Gasthof sowie betreutes Wohnen. Dafür wird die Straße Am Klucksgraben bis zur Rehbacher Straße verlängert und dort in einem Kreisverkehr angebunden. Clous der neuen Pläne: Die übrigen wildgewachsenen Bäume sowie ein vorhandener Grünzug vor der nahen Kiesgrube werden um Aufforstungen ergänzt, sodass sich in Richtung Westen ein geschlossener Waldgürtel bildet.

Noch nicht endgültig klar ist, was mit einer Teilfläche von 0,7 Hektar am Hagebuttenweg wird (in der Karte das Areal 3). Das Liegenschaftsamt wollte diese Fläche für 560 000 Euro an die Firma Helma verkaufen, die dort den Bau von 16 schlüsselfertigen Eigenheimen plante. CDU, FDP sowie AfD unterstützten dies im Stadtrat. Hingegen votierte die Mehrheit aus Linken, SPD und Grünen dafür, auch diese Fläche zeitnah der LESG zu übertragen.

Von Jens Rometsch

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