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Lokales Leipzigs kleinster Aufzug
Leipzig Lokales Leipzigs kleinster Aufzug
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00:18 26.12.2016
Leipzigs kleinster Aufzug im Verbindungstunnel zu den Promenaden. Quelle: Martin Pelzl
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Leipzig

Ein Weihnachtsgeschenk ist er keinesfalls, vielmehr eine verglaste Verspätung: Leipzigs kleinster Aufzug im Verbindungsgang von den Hauptbahnhof-Promenaden zum südlichen Zugang der City-Tunnel-Station Hauptbahnhof (tief). Mitte September sollten die millimetergenau angefertigten Teile geliefert werden, Ende Oktober inklusive der Riffelplatten fürs Blindenleitsystem alles fertig sein. Ursprünglichen Plänen zufolge sollte der Aufzug laut Verkehrs- und Tiefbauamtschef Michael Jana bereits Ende August zur Verfügung stehen. Doch noch immer ist die für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Behinderte wichtige Hilfe durch Absperrgitter verstellt. Wann geht er denn nun endlich in Betrieb? Antwort gab es am Freitag auf LVZ-Anfrage aus dem städtischen Verkehrs- und Tiefbauamt. „Die Inbetriebnahme des Aufzuges erfolgt nach der Abnahme durch den Tüv und der Übergabe an die Stadt Mitte Januar“, teilte die Behörde mit.

Und wie viel hat die Installation von Leipzigs kleinstem Aufzug gekostet? „Der Bau erfolgte auf der Grundlage eines Stadtratsbeschlusses vom September 2015 zur Herstellung der Barrierefreiheit in diesem Fußgängertunnel“, war der Antwort des Verkehrs- und Tiefbauamtes zu entnehmen. Die Baukosten hätten einschließlich der Planung gut 200 000 Euro betragen. „Die Finanzierung erfolgte durch die Stadt Leipzig mit einen anteiligen Kostenbeitrag durch den Betreiber der Einkaufspromenade Hauptbahnhof.“ LVZ-Informationen zufolge übernimmt letzterer rund ein Viertel der Kosten.

Grund für den Einbau des kleinsten Aufzugs der Messestadt: Nach der Eröffnug des City-Tunnels vor gut drei Jahren war unter anderem von Behindertenverbänden kritisiert worden, dass der gut 1,50 Meter hohe Absatz mit seinen neun Treppenstufen für Gehbehinderte und Passanten mit Kinderwagen eine unüberbrückbare Barriere darstellt. Die Möglichkeit, die City-Tunnel-Station über den Nordzugang zu erreichen, wurde für zu kompliziert und zu weit befunden.

Von Martin Pelzl

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