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Leipzigs megastarke Köpfe - Theater Titanick zeigt Vorbereitung für 1000 Jahre Leipzig

Leipzigs megastarke Köpfe - Theater Titanick zeigt Vorbereitung für 1000 Jahre Leipzig

Fünf aus schweren Stahlplatten geschweißte Schädel, die sich sechs Meter hoch, dieselgetrieben und auf Löwentatzen durch die Stadt bewegen: Das Team vom Theater Titanick hat konstruktives Neuland beschreiten müssen, um diese ambitionierte Projektidee zu verwirklichen.

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In der Produktionshalle auf der Alten Messe: Bühnenbildner vom Theater Titanick stellen ihre Stahlskulpturen für das Stadtfestspiel Lipsias Löwen vor.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Beim Tag der offenen Tür am Samstag gewährten die Bühnenbildner zum ersten Mal einen Blick hinter die Kulissen und auf den Stand der Arbeiten für den Festumzug zum 1000-jährigen Bestehen Leipzigs am 31. Mai.

Mit einem satten Röhren des Motors schiebt sich der fast drei Tonnen schwere Stahlkoloss durch die Tore der alten Messehalle 16 ins Freie. Auf Knopfdruck von Bühnenbildner André Böhme, der die Fahrt des Vehikels mit Hebeln und Kurbeln steuert, schiebt sich der Maschinenschädel auf sechs Meter Höhe. Titanick-Direktorin Clair Howells klettert durch eine kleine Tür in den Bauch des Stahlriesen und erscheint kurze Zeit später auf dem Kopf der Skulptur. "Hier oben werden beim Umzug Darsteller mit verschiedenen Performances zu sehen sein", erklärt Howells, die mit den Akteuren in Workshops die Choreographien probt. Sie wünscht sich noch mehr Freiwillige, die die Skulpturen auf ihrer Parade durch die Stadt begleiten: "Es soll ein Fest der Leipziger Bürger sein, das von Bürgern mitgestaltet wird."

Die fünf Löwenköpfe starten am Festtag um 15 Uhr von verschiedenen Orten in der Stadt, um am Ende des Umzugs gegen 19.30 Uhr auf dem Augustusplatz einzurollen, wo sie für das Finale von einem sechsten Löwenkopf erwartet werden. "Jeder der sechs Köpfe steht für einen Themenkomplex", beschreibt Titanick-Direktor Uwe Köhler, "sie symbolisieren die starken Köpfe der Stadt." Gleichzeitig erinnern die sechs Löwenköpfe an eine Leipziger Geschichte aus dem Jahre 1913, bei der fünf entflohene Löwen die Stadt zwei Tage lang in Atem hielten.

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Leipzig. Mit dem 1. Bürgerball beginnen am Donnerstag um 19 Uhr die Feierlichkeiten zur Ersterwähnung Leipzigs vor 1000 Jahren. Unter dem Motto „Ein Tausend“ kann in der Oberen Wandelhalle, dem Ratsplenarsaal und dem Festsaal des Neuen Rathauses getanzt werden. Es spielen unter anderem die Bands The Butlers, The Firebirds und The Hornets.

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Vor dem Kopf zum Thema "Wissenschaft und Bildung", einer Skulptur mit weißer Maske und Helm, steht Marion Hatlapa und staunt: "Ich hätte nicht gedacht, dass sie schon so weit sind", so die 56-Jährige, die sich gemeinsam mit ihrem Mann Perrins als Laiendarsteller für den Umzug gemeldet habt. Perrins Hatlapa, der eigentlich aus der englischen Stadt Birmingham stammt und mit seiner Frau seit Kurzem in Bad Lausick lebt, ist fasziniert: "Die Formen erinnern mich irgendwie an die verrückten Vehikel aus dem Film Mad Max."

"Dass wir verrückt seien, haben wir öfter gehört", schmunzelt André Böhmer, der das Konstruktionsteam leitet. "Da es in Leipzig viele Oberleitungen gibt, mussten de Skulpturen höhenverstellbar sein", erläutert der 53-Jährige eine der Herausforderungen. Angetrieben werden die Köpfe von umgebauten Gabelstaplern, die das tonnenschwere Gerüst mit dem Chassis tragen. Zum ersten Mal haben die Titanick-Techniker bei der Konstruktion auf 3D-Zeichnungen am Computer gesetzt und die Stahlplatten mit Lasertechnik zugeschnitten.

Das Stadtfestspiel braucht noch 50 Freiwillige, die die Löwen bei ihrem Weg durch die Stadt begleiten. Interessierte sind herzlich eingeladen zum Schnupperworkshop am 20. März von 18-21 Uhr in der Halle 16 auf der Alten Messe. Kontakt und weitere Informationen: Christiane Müller, Telefon 0177 7125829.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.03.2015

Roman Kreusch

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