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Lokales Kufenspaß: Leipzigs neue Eisarena im Test
Leipzig Lokales Kufenspaß: Leipzigs neue Eisarena im Test
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13:45 05.11.2018
Warum in Eishallen immer gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, dazu gibt es allerlei Theorien. Fest steht: Im Kohlrabizirkus herrscht genug Bewegungsfreiheit. Quelle: Fotos: Christian Modla
Leipzig

Um das Ergebnis mal vorwegzunehmen: Das Schlittschuhlaufen in Leipzigs neuer Eisarena im Kohlrabizirkus macht riesigen Spaß. Die Preise sind okay und der Service verdient ein „sehr gut“. Dennoch entdeckte ich beim LVZ-Test einige kleinere Mängel, die laut den Betreibern aber schon bald abgestellt werden sollen.

Parkgebühr gilt nur beim Eishockey

Auch wenn die riesigen Kuppeln des Kohlrabizirkus weithin sichtbar sind, fehlt noch eine Ausschilderung zum Eingang des Geländes, An den Tierkliniken 38-42. Für Ortsunkundige wäre es eine Hilfe, wenn solche Hinweise schon am nahe gelegenen S-Bahn-Haltepunkt Semmelweisstraße zu sehen sind. Auf dem Parkplatz vor der Halle kommen Autofahrer durch einen Parkscheinautomaten für einen Teil der Fläche in Gewissensnöte. Die Besucher der Eisarena dürfen ihr Auto kostenlos auf den großen Platz direkt vor der Halle stellen, versicherte auf Nachfrage Natalie Keil von der Betreiberfirma. „Parkgebühren werden nur bei den Eishockey-Spielen der IceFighters fällig, um den Ansturm zu managen.“ Zudem solle der Parkautomat bald verschwinden.

Unter einer Kuppel mit 75 Metern Spannweite können die Leipziger jetzt wieder Schlittschuhe laufen. Die LVZ testete das Breitensport-Angebot der neuen Eisarena im Kohlrabizirkus.

Gleich am Eingang der Halle ist die Kasse, wo auch alle Serviceleistungen bezahlt werden: so das Ausleihen von Schlittschuhen (3 Euro, für Gruppen 2 Euro), von Helmen (2 Euro) oder das Kufenschleifen für private Schlittschuhe (9/6Euro). Die Lernhilfen zum Festhalten für Anfänger gibt es für 3 Euro. Der Eintritt liegt mit 5 Euro für Erwachsene, 4 Euro für Kinder und alle Ermäßigungsberechtigten unter den Preisen der Eishallen in Chemnitz und Halle/Saale. Dabei gehören Letztere der öffentlichen Hand, der Leipziger Kohlrabizirkus hingegen der privaten Vicus AG.

Eiszeit dauert zwei Stunden

Zusätzlich sparen lässt sich mit Familientickets, Zehnerkarten oder Tagestickets (für mehrere Eiszeiten gültig). Eine Eiszeit reicht aber meist völlig. Sie dauert zwei Stunden – danach ist 30 Minuten Pause für die Eismaschine. Wer die Halle betritt, kann im ersten Moment denken, es sei etwas kühl. Doch kaum sind die Schlittschuhe an und der Weg über die Gummimatten zur Bandentür geschafft, ergreift jeden Kufenfan ein berauschendes Gefühl.

Doppelt soviel Platz wie in der City

Die riesige und absolut huckelfreie Eisfläche verleitet zu langen Sprints und zahllosen Runden. Das Ganze macht so viel Spaß, dass man leicht ins Schwitzen geraten kann. Also nicht zu warm anziehen! Der größte Vorteil: Auf den 1711 Quadratmetern prallen Kinder oder ungeübte Sportler nicht ständig mit anderen Läufern zusammen – anders als beim letzten „Leipziger Eistraum“ unter freiem Himmel auf dem Augustusplatz, wo die Eisfläche nur etwa halb so groß ausfiel.

„Der viele Platz ist toll. Und ich muss jetzt nicht mehr immer bis nach Taucha fahren“, schwärmte HTWK-Studentin Yen Ha Thi (21), die zur Sektion Eiskunstlauf des Leipziger Eissport-Clubs gehört. Drei- bis viermal pro Woche trainiert sie Sprünge wie den Salchow oder Toe-Loop. Jens Kindler aus Connewitz, der mit sechs Steppkes zum Kindergeburtstag da war, freute sich ebenso über die zentrale Lage: „Da können wir auch wochentags nach der Schule mal schnell hinschnipsen.“

Erste Abenddisco am 10. November

Die erste Eisdisco ist für 10. November von 19.30 bis 24 Uhr geplant (danach alle zwei Wochen samstags). Geöffnet ist Mittwoch bis Sonntag, bei Schulferien täglich. Da Eishockeyspiele und der Vereinssport Vorrang haben, können einige öffentliche Eiszeiten wegfallen. Die aktuellen Zeiten stehen unter: www.leipziger-eisarena.de.

Von Jens Rometsch

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